Marini (Honda) sicher: «Taka macht den Unterschied»
Honda hat in diesem Winter ohne Zweifel einen Schritt nach vorne gemacht. Mit Joan Mir und Luca Marini steht das Werksteam vor dem ersten MotoGP-Lauf in Buriram dennoch vor einigen Fragezeichen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Honda beendete die MotoGP-Saison 2024 am Ende der Herstellerwertung. Der Abstand zu Yamaha, Aprilia, KTM und besonders Ducati wurde über die Jahre immer Größer. Doch im letzten Winter gelang HRC durch verschiedene strategische und technische Verbesserungen ein ordentlicher Schritt, den es noch bei einem GP zu bestätigen gilt. Joan Mir landete zumindest beim finalen Test in Buriram mit 0,5 Sekunden Rückstand auf Marc Márquez (Ducati) auf Position 6.
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Teamkollege Luca Marini, der die vergangene MotoGP-Saison als letzter der Stammfahrer abgeschlossen hatte, kam im Buriram-Test auf Platz 14 (+0,928 sec). "Es war wirklich einfach 1:29er-Runden zu fahren. Die Streckenbedingungen am Mittwoch und Donnerstag waren unglaublich, ob das aber beim GP in zwei Wochen auch so ist, wissen wir nicht", lautete die erste Einschätzung nach den zwei Testtagen. "Durch diese guten Bedingungen wurden unsere Probleme etwas verdeckt, so zum Beispiel das Thema Grip. Bei diesen Bedingungen hast du Grip ohne Ende, wir können mehr Leistung am Bike freigeben und der Kurvenausgang bei langsamen Kurven funktioniert problemlos. Auch beim Bremsen ist es einfacher." "Es waren zwei gute Tage, insgesamt war die Vorsaison positiv und wir haben verstanden, welches Paket wir in den ersten Rennen verwenden können", betonte Marini im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Wir können wirklich zufrieden sein, weil wir im Vergleich zu unserer Performance im letzten Jahr einen guten Schritt nach vorne gemacht haben. Es ist jedoch zu früh, um es laut zu sagen, denn wir müssen es in den ersten Rennen bestätigen."
Am Bike, sah man Schleifspuren an den Aero-Teilen. Schleift das Bike in den Kurven auf dem Boden? "Wenn die Kerbs überhöht sind, mit viel Schräglage, passiert es recht schnell, dass wir mit der Verkleidung ankommen. Auf normaler Strecke ist dies nicht möglich, es wurde gut konzipiert", erklärte der Italiener.
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Mit Stefan Bradl, Aleix Espargaró und Taka Nakagami sind drei starke und erfahrene Piloten im HRC-Testteam integriert. Was erhofft sich Marini von der Honda-Vorgehensweise? "Ich hoffe, dass die Organisation des Testteams besser sein wird. Es kommt da sicher nicht auf den Fahrer an, aber ich bin mir sicher, das Aleix und Taka gute Arbeit leisten werden", so Marini.
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"Weil Taka japanisch spricht, kann er den Technikern sehr präzise erklären, wie die Situation ist. Aber auch die Organisation drumherum muss super präzise sein. Es ist einfach, auch wenn die Fahrer einen guten Job machen, den Weg zu verlieren", weiß der Honda-Werkspilot. "Taka wird der Schlüssel zum Erfolg sein. Mit vielen japanischen Ingenieuren ist es nicht so einfach in Englisch zu kommunizieren, die Sprachen sind sehr verschieden. Mit Taka können wir den Unterschied machen, dass hoffe ich."
Wie verläuft die Arbeit mit Romano Albesiano, der von Aprilia zu Honda kam und als Technik-Direktor die Zügel in der Hand hält? "Gut, er hat bereits gute Dinge vollbracht", stellte der Bruder von MotoGP-Legende Valentino Rossi klar. "Vielleicht nicht, weil er was am Bike designt hat oder etwas neues erfunden hat. Aber in der Organisation und bei der Auswahl einiger Dinge, die geholfen haben, mit dem bestmöglichen Paket zum Test zu kommen, war er eine große Hilfe."
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