Stefan Bradl: «Reifen sind das große Fragezeichen»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP

Stefan Bradls Bestzeit vom ersten Testtag auf dem umgebauten Circuito Termas de Rio Hondo in Argentinien blieb auch am Freitag bestehen. Schlechtes Wetter ermöglichte nur Showrunden für die Fans.

Auch nach dem zweiten Testtag auf dem 4,8 km langen Circuito Termas de Rio Hondo in Argentinien hielt sich LCR-Honda-Pilot Stefan Bradl mit 1:44,188 min auf Rang 1 der Zeitenliste. Honda-Markenkollege Alvaró Bautista und Yamaha-Pilot Cal Crutchlow büßten 0,343 sec und 0,982 sec auf den Deutschen ein.

Etwa 2000 Fans waren am ersten Testtag in Argentinien vor Ort. Diese Leidenschaft für den Motorradsport überraschte auch Stefan Bradl positiv. «Ich war zum ersten Mal in Argentinien und wir wurden von den Einheimischen sehr herzlich empfangen. Sie scheinen großes Interesse für die MotoGP-WM zu hegen und es ist schön, nach 1999 die Meisterschaft wieder hierher zu bringen. Ich habe zusammen mit Alvaró und Cal einen Ausflug nach Termas gemacht und lernte die neue Kultur an diesem schönen Ort kennen», beschreibt der 23-jährige Bayer seine ersten Eindrücke.

Mit der 2006 entstandenen und nun aufwändig umgebauten Rennstrecke freundete sich Stefan Bradl schnell an. Für das Rennen im nächsten Jahr könnten die Reifen entscheidend sein, prophezeit er: «Bereits vor meiner Abreise habe ich mir das Layout der Strecke im Internet angesehen und es sah sehr schnell aus. So ist es auch. Die Strecke passt perfekt zu einer MotoGP-Maschine, aber das große Fragezeichen sind die Reifen. Es bestehen erste Anzeichen, dass der Streckenbelag die Reifen extrem schnell abnutzt.»

Da sich am Freitag das Wetter deutlich verschlechterte, drehten die Piloten am Nachmittag lediglich einige Showrunden für die Zuschauer, trafen sich mit den Veranstaltern, gaben eine Pressekonferenz und erfreuten ihre Fans anschließend mit Autogrammstunden. Stefan Bradls Tagesbestzeit vom Donnerstag blieb daher bis zum Ende des Tests bestehen. «Mit der Bestzeit am ersten Tag bin ich natürlich zufrieden, aber mein Ziel war es, gute Daten für das Rennen im nächsten Jahr zu sammeln. Am zweiten Tag war das Wetter leider schlecht und wir drehten am Nachmittag nur 15 Runden.»

Vor dem Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring steht für Stefan Bradl Entspannung auf dem Plan: «Nun kann ich einige Tage relaxen, bevor ich zu meinem überfüllten aber schönen Heimrennen reise.»

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