MotoGP-Teams 2017: Die meisten Märchen sind entlarvt

Von Günther Wiesinger
Die meisten voreiligen MotoGP-Transfermeldungen sind innerhalb von acht Tagen in der journalistischen Sondermülldeponie gelandet.

Nach dem Le-Mans-GP wunderten wir uns in einer Story mit dem Titel «Iannone zu Aprilia und andere MotoGP-Märchen» über den Einfallsreichtum und die Gutgläubigkeit mancher Kollegen, die jedes sinnlose Gerücht in den Medien als Tatsache verkaufen.

Und der Leser kann dann natürlich Dichtung und Wahrheit kaum unterscheiden.

Die kuriosesten Storys vom Frankreich-GP:

1.) Dani Pedrosa fix bei Movistar-Yamaha.
2.) Cal Crutchlow ersetzt Pedrosa bei Repsol-Honda.
3.) Andrea Iannone fährt 2017 für Aprilia.
4.) Danilo Petrucci übernimmt zweiten Platz im Ducati-Werksteam neben Lorenzo.
5.) Sam Lowes bricht seinen Aprilia-MotoGP-Vertrag und geht zu Tech3-Yamaha.

Keine Überraschung: Inzwischen sind die meisten dieser Märchen als haltlose Erfindungen entlarvt.

Denn Pedrosa hat bei Repsol verlängert, LCR-Teambesitzer Lucio Cecchinello hat verlautbart, er werde «zu 99,99 Prozent» nächstes Jahr mit Crutchlow weitermachen.

Aprilia-Rennchef Romano Albesiano und Sam Lowes-Manager Roger Burnett haben den Aprilia-Deal des Briten für 2017 abermals bestätigt.

Danilo Petrucci wird – wie erwartet – neben Lorenzo und Dovizioso im Zwei-Mann-Werksteam von Ducati wenig Platz finden. Und Andrea Iannone hat allerbeste Chancen, bei Suzuki Ecstar den Platz von Maverick Vinales einzunehmen, der aller Voraussicht nach demnächst bei Movistar-Yamaha als Lorenzo-Nachfolger unterschreiben wird.

Und die wiederholten Mutmassungen, Dani Pedrosa werde bei Red Bull-KTM landen, weil dort sein ehemalige Crew-Chief Mike Leitner mit dem Aufbau des MotoGP-Teams beschäftigt ist, haben sich natürlich auch nicht bewahrheitet.

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