MXGP-Debütant Henry Jacobi (Yamaha): «Habe viel gelernt»

Von Thoralf Abgarjan
Motocross-WM MXGP
Henry Jacobi absolvierte in Riola Sardo sein erstes Rennen auf der 450er Yamaha

Henry Jacobi absolvierte in Riola Sardo sein erstes Rennen auf der 450er Yamaha

Im MX1/MX2-Superfinale ging es in Riola Sardo heiß her. Trotz eines Sturzes gewann HRC-Werksfahrer Tim Gajser auch das Superfinale. MX1-Debütant Henry Jacobi (Yamaha) beendete das Rennen auf Platz 16.

Sein Renndebüt auf der 450er Yamaha verlief weitgehend nach Plan. Schon vor dem ersten Lauf der offenen italienischen Meisterschaft in Riola Sardo erklärte der thüringer MXGP-Rookie, dass er die Rennen als Trainingseinheit unter Rennbedingungen betrachtet.

Wie mehrere seiner Grand-Prix-Kollegen trainiert auch Jacobi seit einigen Wochen auf Sardinien, auch auf der Strecke in Riola. Aber die Strecke verändert sich unter realen Rennbedingungen viel schneller und viel extremer als im Training. Viele Fahrer klagten über das gefürchtete 'armpump', Krämpfe in den Unterarmen, die im Rennen zur akuten Gefahr werden können.

Im MX1-Rennen am frühen Nachmittag belegte Jacobi Rang 12, zwei Plätze vor Kawasaki-Neuling Romain Febvre, der auf Sardinien erstmals mit seiner neuen Startnummer 3 ausrückte.

Die Startaufstellung zum Superfinale MX2/MX1 erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, d.h. die MX2-Piloten können sich die besten Startplätze aussuchen. Entsprechend turbulent ging es in der Anfangsphase des Rennens zu. Es gab zahlreiche Stürze. Arminas Jasikonis krachte schon in der ersten Schikane mit Jeremy Seewer (Yamaha) zusammen. HRC-Neuzugang Mitchell Evans stürzte in der zweiten Kurve. Am Ende kollidierte Gajser mit einem Überrundeten und gab Seewer kurzzeitig eine Chance. der Slowene nahm jedoch schnell wieder Fahrt auf und gewann verdient. Clement Desalle fiel mit technischem Defekt aus.

Jacobi haderte mit dem zweiten Rennen des Tages. Seine beste Rundenzeit betrug 1:57 Min. Im ersten Lauf war er wesentlich schneller unterwegs und absolvierte seine schnellste Runde in 1:52 Min. Zum Vergleich: Sieger Gajser spulte seine beste Runde in 1:49 ab. MX2-Starter Jago Geerts brauchte für seine schnellste Runde 1:52 Min.

«Das erste Rennen ist Geschichte und ich freue mich schon auf das nächste Rennen», erklärte Jacobi. «Ich habe heute eine Menge gelernt. Jetzt hat meine Zeit auf der 450er endgültig begonnen. Ich danke in erster Linie dem Team.»

Ergebnis Superfinale Riola Sardo:
1. Tim Gajser (SLO), Honda, MX1
2. Jeremy Seewer (SUI), Yamaha, MX1
3. Arminas Jasikonis (LTU), Husqvarna, MX1
4. Gautier Paulin (FRA), Yamaha, MX1
5. Jago Geerts (BEL), Yamaha, MX2
6. Ben Watson (GBR), Yamaha, MX2
7. Brian Bogers (NED), KTM, MX1
8. Michele Cervellin (ITA), Yamaha, MX1
9. Alberto Forato (ITA), Husqvarna, MX1
10. Maxime Renaux (FRA), Yamaha, MX2
11. Morgan Lesiardo (ITA), YAMAHA, MX2
12. Romain Febvre (FRA), Kawasaki, MX1
13. Mattia Guadagnini (ITA), Husqvarna, MX2
14. Karel Kutsar (EST), KTM, MX2
15. Johannes Neermann (EST), Husqvarna, MX1
16. Henry Jacobi (GER), Yamaha, MX1
...
23. Maximilian Spies (GER), Husqvarna

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