Giacomo Gariboldi (Honda): «Gajser bleibt bei uns»

Von Johannes Orasche
Motocross-WM MXGP
Tim Gajser, Sieger in Matterley Basin

Tim Gajser, Sieger in Matterley Basin

Honda-HRC-Teammanager Giacomo Gariboldi spricht über die Zukunft seines MXGP-Superstars Tim Gajser, der immer wieder mit einem Wechsel in die USA kokettiert.

Bereits beim Saisonauftakt im britischen Matterley Basin wurden im MXGP-Paddock Nägel mit Köpfen gemacht. Red Bull-KTM-Star Jeffrey Herlings hat seine Deal mit KTM um drei Jahre verlängert. Der vierfache Weltmeister wird somit bis Ende 2023 bei den Mattighofenern bleiben. Dann wird «The Bullet» Herlings 28 Jahre alt sein und es ist somit mehr als wahrscheinlich, dass er auch seine sensationelle Karriere eines Tages bei den Orangen beenden wird.

Bei MXGP-Weltmeister Tim Gajser (23) läuft Ende des Jahres 2020 sein Vertrag aus, der einst nach seinem sogar auf fünf Jahre geschlossen wurde. Der 23-jährige Honda-Star liebäugelt seit Jahren mit einem Wechsel in die USA, wo er 2019 auch am Ende der Saison in Las Vegas den Monster Energy Cup in Form eines Einladungsrennens bestritten hat. Damals zeigte er gunten Speed, kam auf Rang 5, hatte jedoch vorerst gegen die US-Kawasaki-Fahrer wie Adam Cianciarulo oder Eli Tomac klar das Nachsehen.

Gajsers Honda-Teammanager Giacomo Gariboldi spricht darüber sehr offen. «Wir sollten diesen Punkt mal klären», sagt der Italiener. «Tim hat mir 2019 in Assen, als wir gemeinsam zum Youthstream-Event gefahren sind, erklärt, dass er wohl niemals ganz in die USA wechseln wird. Er liebt es, in Europa zu fahren und in unserem Team zu sein.»

Gariboldi schränkt aber ein: «Natürlich wird uns Tim darum bitten, ob er die Freigabe für einige Rennen wie zum Beispiel den Monster- Cup im Herbst erhalten kann und auch für ein paar Supercross-Rennen vielleicht mal am Beginn der Saison. Aber er wird nie ganz für eine Rennserie in die USA wechseln.»

Gariboldi gibt zu bedenken: «Tim wird in dieser Saison 24 Jahre alt. Er ist ein Star und hat sein eigenes Leben mit seiner Freundin und Freunden. Er ist ein Typ, der gerne zu Hause auf seinem Areal ist und mit Leuten um sich herum, die er kennt. Das ist auch einer der Gründe, warum er bereits seit sieben Jahren in unserem Team ist. Er benötigt ein familiäres Gefühl. Und wenn man sich die Fahrer mit den besten Ergebnissen in den letzten zehn Jahren anschaut, dann wird man sehen, dass alle über lange Zeit im selben Team fahren. Kontinuität ist der Schlüssel zum Erfolg.»

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