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Brian Bogers (Fantic): Die Stunde der Enduristen

Von Thoralf Abgarjan
Mit einem 5-7-Ergebnis verfehlte der niederländische Fantic-Werksfahrer Brian Bogers in Agueda (Portugal) das Podium nur knapp und ist in der WM-Tabelle weiter vorgerückt. Sein Enduro-Training hat sich bezahlt gemacht.

Brian Bogers fand in dieser Saison keinen Platz in einem WM-Team. Erst nach dem Zerwürfnis zwischen Roan van de Moosdijk und dem Fantic-Werksteam kam Brian Bogers als Ersatzmann ins Spiel. Und das erwies sich nun als Glücksgriff. Brian Bogers heuerte Ende 2023 bei Revo an, doch das Team zog sich im Dezember plötzlich wieder zurück, so dass der Niederländer vor dem Nichts stand. Er nahm im Winter an einigen französische Strandrennen teil. Beim Enduro-Klassiker Le Touquet 2024 belegte Bogers den 4. Rang.

Dieses Training sollte ihm bei den Bedingungen in Agueda helfen, bei denen besonders Enduro-Fähigkeiten gefragt waren. «Es war nass und schlammig, aber ich hatte Spaß und ich denke, das ist besonders bei solchen Bedingungen wichtig. Am Samstag lag ich im Qualifikationsrennen in einer sehr guten vierten Position, hatte dann aber einen schweren Sturz und bin ausgefallen. Ich habe es mir damit sehr schwer gemacht, weil ich am Sonntag komplett von außen starten musste. Im ersten Lauf startete ich von weit hinten, stürzte in der ersten Runde und musste die Box ansteuern, um die Brille zu wechseln. Trotzdem bin ich in diesem Rennen noch bis auf Platz 5 vorgefahren. Das war etwas ganz Besonderes. Im zweiten Lauf musste ich wieder von außen starten, lag in Runde 1 allerdings bereits auf dem sechsten Platz. Dann bekam ich Probleme und bin an ein paar Stellen von der Strecke abgekommen. Vielleicht wollte ich in dieser Phase einfach zu viel und habe etwas zu viel gepusht. Nach der Hälfte des Rennens habe ich versucht, entspannter zu fahren. Es wurde wieder besser und ich bin auf Platz 7 ins Ziel gekommen. Alles in allem bin ich wirklich glücklich. Vor ein paar Monaten saß ich noch auf der Couch und jetzt habe ich den vierten Platz der Gesamtwertung belegt.» Bogers hat das Podium in Agueda am Ende nur um 6 Punkte verfehlt.

Obwohl der Niederländer erst ab dem 3. WM-Lauf in den Wettkampf eingestiegen ist, ist er in der WM-Tabelle bereits auf Platz 13 vorgerückt und hat die Top-10 in Reichweite. Fantic-Werksfahrer Glenn Coldenhoff rangiert nach 5 Grands Prix auf Tabellenrang 8. Für Teamchef Louis Vosters dürfte es eine Genugtuung sein, beide Piloten in den Top-10 zu sehen. In Agueda hat Bogers das Podium nur knapp verfehlt. Aber ein MXGP-Podium scheint jetzt nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

MXGP Agueda (Portugal):

1. Pauls Jonass (LT), Honda, 2-2
2. Romain Febvre (F), Kawasaki, 3-4
3. Tim Gajser (SLO), Honda, 1-10
4. Brian Bogers (NL), Fantic, 5-7
5. Cornelius Toendel (N), KTM, 12-3
6. Andrea Bonacorsi (I), Yamaha, 6-8
7. Kevin Horgmo (N), Honda, 10-6
8. Glenn Coldenhoff (NL), Fantic, 4-13
9. Jeffrey Herlings (NL), KTM, 23-1
10. Alvin Östlund (S), Honda, 11-11

WM-Stand nach 5 von 20 Events:

1. Tim Gajser (SLO), Honda, 252
2. Jorge Prado (E), GASGAS, 238, (-14)
3. Romain Febvre (F), Kawasaki, 220, (-32)
4. Jeffrey Herlings (KTM), 198, (-54)
5. Pauls Jonass (LT), Honda, 192, (-60)
6. Jeremy Seewer (CH), Kawasaki, 157, (-95)
7. Calvin Vlaanderen (NL), Yamaha, 151, (-101)
8. Glenn Coldenhoff (NL), Fantic, 149, (-103)
9. Kevin Horgmo (N), Honda, 108, (-144)
10. Ben Watson (GB), Beta, 92, (-160)

13. Brian Bogers (NL), Fantic, 68, (-184)

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