Steve Ramon: Der Weg zurück

Von Rick Miller
Motocross-WM MXGP
Steve Ramon (2)

Steve Ramon (2)

Ein heftiger Crash beim WM-Lauf in Valkenswaard und die daraus resultierende Halsverletzung schmiss Steve Ramon aus dem MX1-Titelkampf 2009.

Die Diagnose war erschütternd: Bruch des C7-Halswirbels.
 
Ramon galt als äusserst konstant. Seine letzte ernsthafte Verletzung zog sich der 29-Jährige 2000 zu. Damals verletzte er sich am Knie.
 
Vor zwei Jahren, als Steve Ramon seinen ersten MX1-Titel gewann, war genau diese Konstanz sein Geheimrezept. In 30 Rennen fiel Ramon nie aus. Andererseits verbuchte er nur zwei Laufsiege für sich.
 
Zurzeit durchlebt Ramon den Tiefpunkt seiner Profikarriere, trotzdem strebt der Belgier ein Comeback bis zu seinem Heimrennen Anfang August in Lommel an.
 
 
Wie fühlst du dich zurzeit?
 
Ich fühle mich immer besser. In den ersten Wochen nach der Diagnose ging es mir nicht ganz so gut. Ich durfte viele Sachen nicht machen, dass war die grösste Veränderung in meinem Lebensstil. Ich war gewöhnt, jeden Tag zu trainieren und hatte meinen geregelten Tagesablauf. Auf einmal wurde ich da rausgerissen und musste von einer auf die andere Minute alles ändern.
Nach zwei Wochen durfte ich dann auf der Rolle wieder etwas Fahrradfahren und im Wasser joggen. Das war besser als nichts. Mittlerweile, rund ein Monat nach der Verletzung, wurden bei Untersuchungen deutliche Verbesserungen festgestellt.
Kleinere Distanzen darf ich mittlerweile auch wieder auf der Strasse fahren. Ich muss nur aufpassen, dass ich meinen Nacken, mit der ungewöhnlichen Position auf dem Fahrrad, nicht überanstrenge.

 
Wusstest du, wie schwer die Verletzung ist, als du den schlimmen Sturz hattest und danach sogar noch das nächste Rennen gefahren bist?
 
Nein, es war ein ziemlich grosser Schock, als ich die Röntgenbilder sah. Zwischen den beiden Rennen in Valkenswaard sagte ich einem Arzt, dass ich einige Schmerzen habe. Er meinte nur, dass ich vielleicht eine Verletzung habe.
Ich entschied den zweiten Lauf mit Schmerzmittel zu fahren. Am Montag, als ich das ganze Ausmass der Verletzung sah, realisierte ich, dass es ganzschön verrückt war, was ich am Tag zuvor getan habe.
 
 
Wie geht es weiter?
 
Es kommt auf die Schmerzen und das Gefühl im Nacken an. In den ersten drei Wochen musste ich eine Halskrause tragen. Das war ein sehr komisches Gefühl. Jetzt muss ich damit noch schlafen. Meine Nackenmuskulatur hat ganz schön abgebaut. Ich muss vorsichtig entscheiden, was für mich bereits möglich ist. Ich mache auch kein Krafttraining mit meinen Armen oder Schultern – nur mit den Beinen.
In zwei Wochen habe ich eine weitere Untersuchung, und wenn alles glatt läuft, dann darf ich etwas härter trainieren und mit dem Laufen beginnen.

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