Team Frankreich steht vor Scherbenhaufen

Von Thoralf Abgarjan
Motocross der Nationen
Frankreich startet in RedBud als Titelverteidiger

Frankreich startet in RedBud als Titelverteidiger

Die Katze ist aus dem Sack: Marvin Musquin wird nicht für die französische Nationalmannschaft beim MXoN starten. Jordi Tixier ersetzt Romain Febvre. Eine erfolgreiche Titelverteidigung rückt für Frankreich in weite Ferne

Die Diplomatie hat versagt und damit der Sport verloren. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Romain Febvre sinken die Chancen Frankreichs auf eine erfolgreiche Titelverteidigung ins Bodenlose. Frankreich gewann in den letzten vier Jahren das Motocross der Nationen und war Titelfavorit für 2018.

Marvin Musquin hat nach seiner umstrittenen Nichtnominierung umdisponiert und steht nicht zur Verfügung. Er habe eine Urlaubsreise gebucht, hieß es. In Wahrheit geht es um das tiefe Zerwürfnis zwischen der französischen Föderation, namentlich Jacques Bolle, und Marvin Musquin.

Die französische Föderation erteilte ihrem besten Mann bereits im Sommer eine rüde Abfuhr. Musquin kämpfte dieses Jahr auf Augenhöhe mit Eli Tomac, er gewann das US-Nationals-Rennen in RedBud, wo dieses Jahr das MXoN abgehalten wird und er setzte sich gegen Fahrer wie Ken Roczen durch. Marvin Musquin ist zweifellos der beste französische Fahrer. Doch er blieb unberücksichtigt.

Nun will Frankreich in dieser Besetzung antreten:
Gautier Paulin (Husqvarna) – MXGP
Dylan Ferrandis (Yamaha) – MX2
Jordi Tixier (KTM) – OPEN

Ihre Gegner: Eli Tomac, Justin Barcia, Ken Roczen, Jeffrey Herlings, Antonio Cairoli, Aaron Plessinger und viele weitere prominente Namen.

Jordi Tixier hat nach seinem Rauswurf aus dem BOS-MXGP-Team wegen Erfolglosigkeit noch nicht einmal ein Team. Tixier startete zuletzt für das deutsche Sarholz-KTM-Team in der ADAC MX Masters.

Wie die französische Föderation aus einer Personalentscheidung ein Politikum machen konnte, bleibt ihr Geheimnis. Dem französischen und internationalen Motocross erteilt sie damit einen Bärendienst. Auch der Fall Musquin kennt nur Verlierer und keine Gewinner. Auch in Frankreich kleben die Offiziellen an ihren Stühlen, koste es was es wolle. Frankreich scheidet damit aus dem Kreis der Favoriten aus. Herausforderer der heimischen US-Mannschaft wird das niederländische Team mit Jeffrey Herlings an der Spitze werden. Viel wird jedoch von der Tagesform Glenn Coldenhoffs abhängen.


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