Penz13: Mit Sheridan Morais auf Mission Daytona 200

Von Andreas Gemeinhardt
Rundstrecke

Vom 12. bis zum 14. März 2020 schickt das Penz13 Racing Team den 34-jährigen Südafrikaner Sheridan Morais auf einer Yamaha R6 in das spektakuläre 200-Meilen-Rennen auf dem Daytona International Speedway.

Crew-Chief Rico Penzkofer bestritt 2006 im Buell Factory Racing Team mit Jeremy McWilliams als Teamkollegen sowie in der Saison 2008 mit dem Team BMW Motorrad Motorsport und Thomas Hinterreiter als zweiten Fahrer selbst das legendäre Daytona 200, dem alljährlichen traditionellen US-Saisonauftakt. 2020 schickt nun das Penz13 Racing Team Sheridan Morais auf einer Yamaha R6 in dieses spektakuläre 200-Meilen-Rennen auf dem Daytona International Speedway.

Sheridan Morais fuhr bereits in der Endurance-WM 2018/2019 für das Penz13 Racing Team und der 34-jährige Südafrikaner gab im September 2019 auch sein Roadracing-Debüt beim 57. Frohburger ADAC Dreieckrennen «Joey Dunlop Open». Er gewann dort auf Anhieb das erste Supersport-Open-Rennen vor Christian Schmitz und Jorn Hamberg. Außerdem lieferte sich Morais in beiden Supersport-Rennen der International Road Racing Championship ein hochklassiges Duell mit dem zweifachen IRRC-Supersport-Champion Matthieu Lagrive. 

Morais gilt als zuverlässiger Allrounder und war bereits in der Supersport-, Superbike-, Moto2- und Langstrecken-WM am Start. Seinen größten Erfolg feierte Morais mit seinem damaligen Team Kallio Racing Yamaha im August 2017, als es ihm auf dem Lausitzring als ersten Südafrikaner gelang, einen Supersport-WM-Lauf zu gewinnen. Er beendete anschließend die Saison 2017 hinter Lucas Mahias, Kenan Sofuoglu und Jules Cluzel auf dem vierten Gesamtrang der Supersport-Weltmeisterschaft.

Morais teste bereits im vergangenen Jahr in Daytona und kennt die Penz13-Maschine bestens. Diese deutsch-südafrikanische Kombination will ein ernsthaftes Wort mitreden, wenn es um den Sieg der 79. Auflage der Daytona 200 geht. Dabei kann sich die Penz13-Crew auf die Unterstützung vom Öl-Hersteller Puraglobe Syntainics verlassen, welcher als Hauptsponsor agieren wird.

Puraglobe Syntainics stellt nachhaltige, hochwertige Motoröle und Schmierstoffe mithilfe eines außergewöhnlichen Verfahrens her. Dabei werden genutzte Öle und Schmierstoffe gesammelt und zu hochwertigen Basisölen aufgearbeitet. Die in Deutschland ansässige Firma betreibt auch ein Werk mit ihrer Spitzen-Technologie HyLubeSAT in Tampa (Florida), welches nur zwei Autostunden von Daytona entfernt liegt. Die 79. Ausgabe der Daytona 200 ist demnach wie ein Heimrennen für die deutsche Crew.

«Ich habe bereits im vergangenen Jahr in Daytona getestet, konnte jedoch aufgrund einer anderen Verpflichtung nicht am Rennen teilnehmen», erklärte Morais. «Deshalb bin ich jetzt noch motivierter, um endlich dort zu fahren zu können. Wir erwarten zwei bis drei Boxenstopps und die Supersport-Yamaha ist nun fast auf dem Stand eines EWC-Motorrades.»

«Es ist alles perfekt vorbereitet und wir sind bereit für das Abenteuer Daytona 200. Natürlich ist es mein Ziel, um den Sieg zu kämpfen, wobei die Konkurrenz nicht zu unterschätzen ist. Das Feld ist stark besetzt, was höchstwahrscheinlich an dem passablen Preisgeld liegen könnte. Ich bin in jedem Fall in guter Form und werde mich hier in Kyalami weiter darauf vorbereiten, bevor wir in die USA fliegen.»

«Es gab immer zwei Rennen, an welchen ich mit meinem Team auch einmal teilnehmen wollte: Pikes Peak und Daytona 200», stellte Teamchef Rico Penzkofer klar. «Ich bin sehr glücklich darüber, dass Puraglobe Syntainics uns auch in diesem Jahr unterstützt und wir gemeinsam diesen Traum verwirklichen können. Da es eine Art Heimrennen für uns wird, vergrößert dies etwas den Druck ist aber auch zusätzliche Motivation.»

«Als ich damals selbst gefahren bin, wurde das Rennen noch in der Klasse Formula Extreme ausgetragen, heute sind die Motorräder eher in Richtung Stocksport getrimmt», berichtet Penzkofer weiter. «Wir haben aber mit der Yamaha R6, Sheridan und meinem Team ein konkurrenzfähiges Paket zusammen. Unsere Erfahrungen aus der Langstrecken-WM werden bei den Boxenstopps sehr hilfreich sein. Wir freuen uns sehr, dass unsere altbekannten Sponsoren ihre Kooperationen verlängert haben und danken zudem Uwe Reinhardt von der Firma ProKASRO aus Karlsruhe, der uns in Sachen Logistik hervorragend unterstützt.»

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