DLC Most: Gelungener Auftakt mit IDM-Besuch

Von Esther Babel
Rundstrecke

Nach der Corona-Krise ging der Deutsche-Langstrecken-Cup endlich wieder auf die Piste und feierte am 10. bis 12. Juli 2020 in Tschechien seinen Saisonauftakt. Unter den Cup-Fahrer tauchten auch drei IDM-Piloten auf.

«Endlich wieder Rennstrecke», freute sich Knut Beinlich, Vater und Teamchef der thüringischen IDM-Piloten Troy und Christoph Beinlich. «Am Wochenende hatten wir unser Rollout in die Saison 2020 im tschechischen Most. Troy und Chris spulten am Freitag und Samstag viele Runden ab. Die Rundenzeiten waren am Samstag schon mehr als beachtlich für unseren Rollout. Das zeigte uns klar, dass das Kawasaki-Desaster des Vorjahres nicht an den Jungs lag. Mit einer geborgten RJ15 und Michelin-Reifen pulverisierte Chris seine schnellste Rennrunde aus dem IDM-Lauf des Vorjahres in Most schon am zweiten Tag. Troy war auch am Samstag schon in der Lage seine Rundenzeiten des Vorjahres allein zu gehen. Der I-Punkt des Wochenendes war Chris‘ Start beim DLC im Ravenol Team. Mit Hammer-Rundenzeiten führte er das Team zum Sieg in der 600er Wertung und auf Platz 5 der Tageswertung. Danke an Motorrad Borgelt für die Leihgabe seiner Trainings-Yamaha und auch Danke an die Jungs vom Ravenol Endurance Team. Das Wochenende hat viel Spaß gemacht. Wir werden sicher in diesem Jahr noch bei dem ein oder anderen Bike Promotion Event zu sehen sein und Chris fährt sicher noch ein paar DLC-Einsätze. Endlich wieder Rennstrecke.»

«Es war für mich ein sehr erkenntnissreicher Test», erklärte Stefan Ströhlein, der in der Saison 2019 den Gesamtsieg in der IDM Superstock 600 erobert hatte. «Ich bin ja trotz meines EWC-Auftritts in Sepang der klassische 600er-Pilot. Für mich diente der Ausflug nach Most als Vorbereitung zu den 24h Le Mans, die Ende August stattfinden. Ich darf nach meinem Einsatz in Sepang weiterhin für das Team Motobox Kremer starten. Für Most hatte ich die "alte" EWC-R1 dabei. Zusätzlich habe ich Reifen von Michelin getestet, da Pirelli aus der EWC aussteigt. Danke an das Team MG Racetec 45, dass ich als Gast teilnehmen durfte. Leider wurden wir schon vorab zu einer jeweiligen 30 Sekunden-Strafe nach meinem Turn verdammt, da der EWC-Tank nicht den Regeln der Moto1000-Klasse entspricht. Den Vorteil des Mehr an Volumen im Tank wollten wir nicht nützen und das hätte sich auch leicht anhand der Runden prüfen lassen. Für dieses Event extra einen Tank kaufen war auch keine Option. Mein erster offizieller Renneinsatz nach Covid19 in der IDM ist jetzt auch fix. Allerdings alle Events innerhalb 6 Wochen zusätzlich Le Mans? Das wird für mich nicht machbar sein. Beruf und Familie habe ich ja auch noch. So oft es mir möglich ist, werde ich am Start sein.»

Jan Mohr, sonst für das Team Hess in der IDM Superbike am Start, war für Stefan Hesterberg eingesprungen, der sich kürzlich am Nürburgring das Schlüsselbein gebrochen hatte. «Angekommen sind wir», erklärte Mohr nach dem letzten Platz in ihrer Kategorie. «Aber mit sehr sehr viel Rückstand. Wir haben sogar noch Punkte geholt. Wir hätten gewinnen können. So war es am Ende leider ein wenig enttäuschend. Ich bin den Start gefahren, der lief dann leider nicht so gut. Aber anschließend lief es super. Ich habe die Führung übernommen und konnte einen Vorsprung herausfahren. Dann kam der Wechsel und schon da hat das Team bemerkt, dass etwas Bremsflüssigkeit ausgetreten ist. Frag mich nicht, wie das genau war. Wahrscheinlich irgendwas mit der Dichtung. Auf jeden Fall haben wir da schon mal ein bis eineinhalb Minuten verloren. Anschließend ging Max raus und kam nach 15, 20 Minuten wieder rein. Er hatte bemerkt, dass der Auspuff irgendwie locker ist. Auf jeden Fall, dass es laut dröhnte. Das stellte sich als Loch im Krümmer raus. Da weiß ich ehrlich gesagt auch nicht genau, wie das passieren konnte. War halt so. Das Team hat dann super gehandelt und den Krümmer getauscht. Was ja nicht so einfach ist, besonders wenn der glühend heiß ist nach über einer Stunde Fahrzeit. Gut 20 Minuten haben wir verloren. Da war alles schon relativ rum. Wir haben dann aber gepusht und sind gut Stints gefahren, Daniel, Max und ich. Ich konnte dann sogar noch die Bestzeit des Wochenendes fahren. Etwa eine Stunde vor Rennende wurde die Bremse so weich, dass wir so nicht mehr weiterfahren konnten. Das wäre zu gefährlich geworden. Wir haben dann pausiert und sind dann zum Schluss noch durchs Ziel gefahren, um die Punkte zu holen. Das war natürlich nicht so, wie wir uns das vorgestellte hatten. Aber der Speed ist da und das Team kann, wenn alles gut läuft, dieses Jahr noch Meister werden. Ich weiß nicht, ob ich nochmal dabei sein werde. Mir hat es in Most auf jeden Fall voll Spaß gemacht, mit dem Team zu arbeiten. Wir waren wirklich flott. Ich möchte mich auf jeden Fall bei den Jungs und Mädels bedanken, für ihr Vertrauen und dass sie mich so toll aufgenommen haben. Falls sie mal wieder einen Ersatzfahrer suchen, bin ich jederzeit bereit. Außerdem war es für mich mal sehr interessant, die Bridgestone-Reifen zu probieren. Weil ich aus der IDM ja nur die Pirellis kenne. Am Anfang war es eine krasse Umstellung, aber ich war am Ende echt beeindruckt, weil ich am Ende, nach insgesamt um die 50 Runden, noch die Bestzeit gefahren bin. Das hat mich stark beeindruckt.»

Zu den vollständigen Ergebnissen: DLC Most

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