Egon Müller: «Ich mache Pionierarbeit bei der Presse»

Von Manuel Wüst
Sandbahn
Egon Müller: «Ich mache das nicht nur für mich»

Egon Müller: «Ich mache das nicht nur für mich»

Egon Müllers Bekanntheitsgrad beruht nicht nur auf sportlichen Erfolgen. Der vierfache Weltmeister versteht es wie kein Zweiter mit den Medien zu arbeiten und seine Erfolge im Bahnsport ins Rampenlicht zu stellen.

Egon Müller ist in Deutschland noch immer bekannt wie ein bunter Hund. Und das, obwohl er schon seit über 20 Jahren keine Rennen mehr fährt. Sei es im Spiegel, in der Sportbild, beim NDR oder auch regelmäßig auf SPEEDWEEK.com, Deutschlands einziger Speedway-Weltmeister ist noch immer präsent in den Medien und auch lange nach seinem Karriereende ein gefragter Ansprechpartner.

«Ich habe gerade vier Stunden mit dem Stern geredet und denen alles Mögliche erzählt», berichtete der 72-Jährige. «Ich habe da momentan richtig viel Action und es läuft im Moment alles wunderbar. In der Landshuter Zeitung habe ich einen großen Bericht mit meiner Einstellung zum Sport, zu Landshut und was da abgeht abgeliefert.»

Von selbst kommt der gute Draht zu den Medien nicht, betont Müller: «Das ist immer eine Kettenreaktion. Wenn ich beim NDR auf dem roten Sofa sitze, dann sehen das andere Medienvertreter und melden sich nach und nach. Ich hake dann auch immer mal wieder nach, ob man was machen kann, von alleine läuft nichts. Es ist ganz wichtig, immer dran zu bleiben – das ist alles auf meinem Mist gewachsen.»

So groß Müllers persönliche Popularität ist, so groß ist seine Sorge um die Präsenz des Bahnsports in der deutschen Medienlandschaft: «Es passiert nichts mehr. So schlimm war es noch nie. Ich habe bislang allein in diesem Jahr 23 Veranstaltungen gebucht, die ich moderieren werde, da habe ich immer das gleiche Problem, wenn ich mit den Journalisten rede. Denen muss ich allen von vorne bis hinten erklären, was Bahnsport ist. Was ist Speedway, was ist Langbahn, warum haben die kein Getriebe im Speedway und warum keine Bremse», so der Norddeutsche. «Ich mach diese Pionierarbeit bei der Presse und dann pissen mich einige Leute an, ich hätte eine Profilneurose. Ich mach das doch nicht für mich alleine. Mein Herzblut ist immer noch der Bahnsport, denn damit bin ich groß geworden.»

Der Raketenmüller kennt noch andere Zeiten im Bahnsport und kann sich gut erinnern. «Früher waren die Zeitungen tagelang von den Rennen voll. Wenn ich früher im aktuellen Sportstudio war und am nächsten Tag in Rastede Rennen gefahren bin, dann waren 3000 oder 5000 Menschen da, weil sie das gesehen haben», so Müller. «Es gab früher nur ARD, ZDF, N3, Südwestfunk und Bayern 3, mehr war da nicht. Man musste nicht über 1024 Kanäle rauschen, wenn du sehen wolltest, was dir offeriert wird. Es ist ja überwältigend, mit was du übers Internet zugeschmissen wirst. Früher war das so, da saß man samstagabends vorm Fernseher.»

Dennoch sucht Müller weiterhin den Kontakt zu den Medien und versucht, sich und den Bahnsport im Gespräch zu halten. Auch wenn es Kritiker gibt, die dem Kieler die Aufmerksamkeit nicht gönnen. «Ich bin immer überall dran bei den Talkshows und so weiter», erzählte Egon. «Das Beste ist, wenn man auf Journalisten trifft, die die früheren Zeiten miterlebt haben.»

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