Schwer verletzter Laverty will in Donington fahren

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Eugene Laverty: In Misano zwar ohne Gips, aber mit Schmerzen

Eugene Laverty: In Misano zwar ohne Gips, aber mit Schmerzen

Obwohl er sich erst vor sechs Wochen Brüche an beiden Handgelenken zugezogen hatte, will Eugene Laverty unter keinen Umständen sein Heimrennen in Donington Park verpassen. Der Go Eleven Ducati-Pilot riskiert viel.

Beim Superbike-Meeting in Imola Mitte Mai stürzte Eugene Laverty bereits nach 18 Minuten im ersten Training in Kurve 12 per Highsider. Der Nordire brach sich beim Aufprall beide Handgelenke, die Unterarme wurden bis zur Operation in den Tagen darauf komplett eingegipst. Bei den Meetings in Imola und Jerez wurde Laverty von BSB-Pilot Tommy Bridewell ersetzt.

Schon in Misano wollte Laverty selbst wieder angreifen, doch bereits ein harmloser Handshake bereitete dem 33-Jährigen erhebliche Schmerzen. «Es ging einfach nicht und ich bin mir nicht sicher, wie lange ich noch brauchen werde», sagte Laverty vor zwei Wochen.

Als Ersatz sprang in Misano Ducati-Testfahrer Lorenzo Zanetti ein.

Bei seinem Heimrennen in Donington Park will es der tapfere Laverty erneut probieren. «Er wird versuchen zu fahren», teilte uns Teammanager Denis Sacchetti mit. «Er ist nicht 100-prozentig fit. Aber sollte er fahren können, wäre das wichtig, um uns auf die Rennen nach der Sommerpause vorzubereiten.»

Der Ducati-Pilot ist sich bewusst, dass er ein schwieriges Wochenende vor sich hat. «Vor zehn Tagen hatte ich mich damit abgefunden, dass ich in Donington und Laguna Seca nicht fahren kann. Ich war frustriert und arbeitete hart, damit ich zumindest für das Meeting in den USA eine Chance habe», erklärte Laverty. «Nach sechs Wochen kleiner Fortschritte ist mein rechtes Handgelenk endlich aus dem gröbstem heraus und dachte doch wieder auch an mein Heimrennen. Am Dienstag probierte ich es mit einem 300er-Bike und experimentierte mit der Sitzposition, um die Schmerzen zu beeinflussen. Donington wird eine große physische Herausforderung, aber ich kann es einfach nicht ertragen, nur zuzuschauen.»


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