James Toseland: «Ich konnte viele Stars schlagen»

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
James Toseland

James Toseland

Mit fünf Titeln in Folge hat sich Superbike-Weltmeister Jonathan Rea unsterblich gemacht. Trotzdem nennt ihn James Toseland nicht in einem Atemzug mit Biaggi, Haga oder Fogarty, die deutlich weniger gewannen.

Nach einer beeindruckenden Siegesserie von Alvaro Bautista zu Beginn der Saison 2019, als der Spanier auf seiner Ducati Panigale V4R elf Rennen gewann, konnte Jonathan Rea die Meisterschaft doch noch zu seinen Gunsten drehen und den Titel verteidigen. Als erster Fahrer in der Superbike-WM schaffte er fünf Titel und diese auch noch in Folge. Mit 88 Siegen und 168 Podestplätzen führt Rea auch die zwei wichtigsten anderen Statistiken an.

Für den 2011 zurückgetretenen James Toseland ist das Ende der Erfolgsserie seines Landsmanns nicht absehbar. «Auch wenn er nicht auf dem obersten Podest steht, ist er immer vorne dabei. Er ist schnell und konstant», zollte der zukünftige Teamchef Respekt. Toseland kümmert sich dieses Jahr um Danny Webb in der Supersport-WM und wird das Team WRP Wepol Yamaha betreuen. «Ich bewundere Johnnys Hingabe für den Job. Weil er weiß, wie man das Ziel immer im Fokus behält – und das sind Siege! Durch die Dominanz von Kawasaki könnte er weitere Rekorde aufstellen – er kann sechs Titel holen.»

Der 39-jährige Toseland wurde 2004 und 2007 Superbike-Weltmeister, auf Ducati und Honda. «Ich hatte das Glück, gegen bekannte Namen wie Biaggi, Haga und Corser kämpfen zu können. Das waren Stars, die mich respektierten, weil ich sie geschlagen habe. Heute fehlen die bekannten Stars», bedauert der Engländer. «Als sie ihre Karrieren beendeten, war das ein großer Rückschlag für die Serie. Auch seit dem tragischen Verlust von Nicky Hayden hat die WM ein interessantes Profil verloren. Es ist auch nicht gut, dass so viele Briten vorne kämpfen. Man braucht starke Piloten aus verschiedenen Nationen.»

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