Neue Yamaha R1: Ten Kate erwartet Leistungssprung

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
In der Superbike-WM 2020 treten fünf Fahrer auf Yamaha an, doch nur drei bekommen die neue R1. Ten-Kate-Teammanager Kervin Bos erklärt, was die Maschine von Loris Baz von den Werksbikes unterscheidet.

Michael van der Mark und Toprak Razgatlioglu bilden dieses Jahr das Yamaha-Werksteam und setzen selbstverständlich die letzten Juli in Laguna Seca präsentierte neue R1 ein.

Das Junior-Team mit Supersport-Vizeweltmeister Federico Caricasulo und dem Dritten der US-Meisterschaft MotoAmerica, Garrett Gerloff, wird die Saison aus Budgetgründen mit letztjährigen Maschinen beginnen. Ob sie im Lauf der Saison auf das neue Modell umsteigen, hängt von den Ergebnissen, aber allem voran von den finanziellen Umständen ab.

Das Kundenteam Ten Kate wird Loris Baz ab dem ersten Event in Australien mit dem neuen Motorrad in die Rennen schicken.

«Letztes Jahr hat sich unser Motorrad nur in Details von den Werksmaschinen unterschieden», erklärte Ten-Kate-Teammanager Kervin Bos gegenüber SPEEDWEEK.com. «Wir benützen Bremsen von Nissin, andere Bremsscheiben und Räder. Die Motoren waren mehr oder weniger identisch, als Elektronik erhielten wir eine Kundenversion und hatten nicht auf alles Zugriff. Letztes Jahr hatten wir viel zu lernen.»

Als Tuningfirma ist Ten Kate natürlich interessiert daran, eigene Ideen zu verwirklichen. Der neuen R1 kann Bos viel Positives abgewinnen. «Yamaha hat ein starkes Paket, was wir verbessern können, ist der Motor», sagte der Niederländer. «Mit dem neuen Motor sieht es so aus, als wäre alles gegeben, um mehr Leistung zu finden. Für die Superbike-WM ist das eine große Verbesserung – letzte Saison hatte Ducati um die zehn PS mehr als alle anderen. Man muss sich ja nur die Topspeedwerte anschauen. Am Chassis hat sich gegenüber letztem Jahr nichts geändert, aber die Verkleidung ist anders. Sie ist oben herum breiter und unten herum schmaler – der Luftfluss ist deutlich besser, um den Fahrer zu schützen. Das kommt Loris Baz entgegen, weil er groß gewachsen ist.»

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