BMW: Mehr Personal, technische Neuerungen – 1. Sieg?

Von Peter Fuchs
Superbike-WM
Tom Sykes, Marc Bongers, Shaun Muir und Eugene Laverty (v.l.)

Tom Sykes, Marc Bongers, Shaun Muir und Eugene Laverty (v.l.)

Tom Sykes mischte während der Testfahrten auf Phillip Island vorne mit, BMW-Chef Markus Schramm und Motorsport-Direktor Marc Bongers sind entsprechend zuversichtlich für den Saisonstart.

0,120 sec fehlten BMW und Tom Sykes nach zwei Testtagen in Südaustralien zur Bestzeit: Nur Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) und Yamaha-Privatier Loris Baz waren minimal schneller. «Mit dem, was ich am Dienstag partiell gezeigt habe, traue ich mir Podestplätze zu», hielt der Engländer fest.

«Wir gehen gut gerüstet in unsere zweite Saison mit dem Team und der S1000RR in der Superbike-WM», unterstrich Markus Schramm, Geschäftsführer von BMW Motorrad, vor dem ersten Rennwochenende. «Als wir vor einem Jahr nach Phillip Island zu den ersten Rennen gereist sind, wussten wir zwar, dass wir in der Entwicklung der neuen BMW RR zur WorldSBK-Maschine hart gearbeitet haben – doch wo wir stehen würden, war ein großes Fragezeichen. Es hat sich jedoch bald gezeigt, dass die harte Arbeit Früchte trägt, in unserer Debütsaison haben wir unsere eigenen Erwartungen sogar übertroffen. Es war ein großartiger Moment für uns, als Tom Sykes in Misano die erste Podiumsplatzierung für das junge Projekt eingefahren hat. Weitere folgten. Doch Stillstand ist Rückschritt, und deshalb geht die Entwicklung der RR kontinuierlich weiter.»

BMW-Motorsport-Direktor Marc Bongers ist ebenfalls optimistisch.

Marc, in der Debütsaison der neuen RR in der Superbike-WM habt ihr die eigenen Erwartungen übertroffen. Wie lautet die Zielsetzung für 2020?

Die Saison 2019 war sehr positiv. Wir hatten in der Tat nicht erwartet, dass wir so schnell konkurrenzfähig sein und bereits im fünften Rennen Chancen auf das Podium haben würden. Man muss aber auch eingestehen, dass die Leistung unseres Pakets nicht immer konstant war und gegen Ende der Saison ein wenig abgefallen ist. Wir haben uns deshalb für die Saison 2020 vorgenommen, an die besten Ergebnisse des Vorjahres anzuknüpfen und die Leistungen zu stabilisieren. Wir wollen uns als podiumsfähiger Kandidat etablieren und setzen uns als Ziel, in der Saison 2020 den ersten Sieg für dieses junge Projekt einzufahren.

Was waren die wichtigsten Weiterentwicklungen über den Winter?

Eine neue Schwinge mit geänderten Steifigkeiten, neue Funktionen in der Elektronik, die die Kontrollierbarkeit des Fahrzeuges für den Fahrer erleichtern, Updates an den Federelementen und Bremsen. Zudem arbeiten wir im Rahmen des Reglements an weiteren Leistungsvarianten des Motors. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit den ergriffenen Maßnahmen das Paket einen Schritt nach vorne bringen konnten.

Auch personell hat sich etwas getan, ihr habt aufgestockt?

In Zusammenarbeit mit Shaun Muir Racing haben wir auf Basis der Erkenntnisse von 2019 die Strukturen im Team angepasst und mit zusätzlicher Manpower verstärkt. Die Änderungen betreffen einen zusätzlichen Ingenieur für die Fahrwerks-Analyse und Entwicklung sowie eine weitere Verstärkung im Bereich der Elektronik-Abstimmung und deren Anforderungsmanagement. Zudem erhalten wir zusätzliches Personal im logistischen Bereich hinter den Boxenwänden. Weiterhin gibt es auf Eugene Lavertys Seite mit Markus Eschenbacher einen neuen Crew-Chief. Die beiden haben sich in der Vergangenheit bereits mehrmals als starkes Team erwiesen.

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