BMW: Das Personal der WM-Teams muss zuhause bleiben

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
BMW-Rennsportchef Marc Bongers

BMW-Rennsportchef Marc Bongers

Fünf Hersteller sind in der Superbike-WM 2020 engagiert, lediglich in der Rennabteilung von Honda wird noch weitgehend normal gearbeitet. Motorsport-Direktor Marc Bongers schildert die Situation bei BMW.

In Japan haben sich laut offiziellen Angaben bislang unter 1000 Menschen mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert, die Anzahl Toter liegt mit 33 weit unter jenen in China, Italien oder Spanien. Deshalb wird in der Rennabteilung der Honda Racing Corporation auch weiterhin gearbeitet. «Wir stehen in regelmäßigem Kontakt, alle arbeiten an Verbesserungen», hielt Vizeweltmeister Alvaro Bautista fest.

Das Honda-Werksteam hat zwar seine Basis in Barcelona, die Entwicklung der CBR1000RR-R wird aber hauptsächlich in Japan vorangetrieben.

Das ist bei der Superbike-Konkurrenz anders. Das Kawasaki-Werksteam ist in Barcelona stationiert, Yamaha in der Nähe von Mailand und Ducati in einem Vorort von Bologna. Dort herrscht seit Wochen Ausnahmezustand, inzwischen auch bei BMW in München und Berlin.

«BMW Motorrad Motorsport passt seine Arbeitsweisen den Vorgaben der BMW Group und staatlichen Behörden an», teilte der bayerische Hersteller mit, der 2020 werksseitig in der Superbike- und Endurance-WM dabei ist.

BMW Motorrad Motorsport Direktor Marc Bongers: «Selbstverständlich respektieren und unterstützen wir die Entscheidungen der Behörden, Motorsportverbände, Veranstalter und Streckenverantwortlichen, die Rennevents zu verschieben oder abzusagen, voll und ganz. Denn die Gesundheit steht an allererster Stelle. Die Gesundheit der Fans, der Teams, der vielen Helfer im Rennbetrieb ebenso wie die der Bevölkerung im Allgemeinen. Daher muss jetzt unsere oberste Priorität sein, unser tägliches Handeln so anzupassen, dass wir unser Umfeld schützen. Die Leitlinie ‚Bleibt zu Hause’ setzen deshalb auch wir um. Natürlich sind wir alle mit ganzem Herzen Racer, doch die Welt befindet sich in einer Ausnahmesituation, in der sich zeigt, dass es wesentlich Wichtigeres gibt als den Rennsport. Dennoch bereiten wir uns – unter stark beschränkten Bedingungen, aber mit viel Zuversicht – auf die Zeit nach Corona vor.»

Kalender Superbike-WM 2020, Stand 20. März:

28.2.–1.3. Phillip Island/Australien
offen Assen/Niederlande
offen Imola/Italien
offen Aragón/Spanien
12.6.–14.6. Misano/Italien
3.7.–5.7. Donington Park/England
31.7.–2.8. Oschersleben/Deutschland
4.9.–6.9. Portimão/Portugal
18.9.–20.9. Catalunya/Spanien
3.10.–4.10. Magny-Cours/Frankreich
9.10–11.10. San Juan/Argentinien
24.10.–25.10. Jerez/Spanien
offen Losail/Katar

Mehr über...

Siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Seltsame Ducati-Politik: Vertreibung von Dovizioso

Günther Wiesinger
Andrea Dovizioso war dreimal Vizeweltmeister, jetzt ist er wieder WM-Zweiter. Aber die Ducati-Manager haben ihn jahrelang abschätzig behandelt. Jetzt haben sie den Salat. Ein würdiger Ersatz fehlt.
» weiterlesen
 

TV-Programm

  • Di. 22.09., 18:00, Eurosport
    Motorsport: 24-Stunden-Rennen von Le Mans
  • Di. 22.09., 18:05, Motorvision TV
    FIM Enduro World Championship
  • Di. 22.09., 18:30, Motorvision TV
    FIM Trial World Championship
  • Di. 22.09., 18:35, Motorvision TV
    FIM Trial World Championship
  • Di. 22.09., 19:15, ServusTV Österreich
    Servus Sport aktuell
  • Di. 22.09., 19:30, Sport1
    SPORT1 News Live
  • Di. 22.09., 19:35, Motorvision TV
    Bike World
  • Di. 22.09., 19:55, Motorvision TV
    GT World Challenge
  • Di. 22.09., 20:00, Eurosport 2
    Motorsport: 24-Stunden-Rennen von Le Mans
  • Di. 22.09., 20:15, ORF Sport+
    Schätze aus dem ORF-Archiv: Tennis St.Pölten 2005 Finale: Davidenko - Melzer
» zum TV-Programm
7DE