MIE Honda: Entwicklung der CBR1000RR-R nicht mit HRC

Von Mike Powers
Superbike-WM
Die CBR1000RR-R von MIE Honda hat einen anderen Tank

Die CBR1000RR-R von MIE Honda hat einen anderen Tank

Erstmals seit Phillip Island kehrte MIE Honda beim Aragón-Test auf die Rennstrecke zurück. An der CBR1000RR-R von Takumi Takahashi waren diverse Teile zu sehen, die nicht von der Honda Racing Corporation stammen.

Die Teamstruktur von MIE Honda ist komplex und komplizierter, als bei den meisten Teams. Wie schon 2019 kooperiert die adrette Teamchefin Midori Moriwaki mit Althea Racing, doch das italienische Team von Genesio Bevilacqua organisiert nur noch die Hospitality. Technisch ist das Team ab dieser Saison im tschechischen Prag ansässig; für die Weiterentwicklung sorgt Moriwaki in Japan.

Umso schwieriger war es für MIE Honda, während des Corona-Lockdowns mit seinen Fahrern zu testen. Der zweitägige Aragón-Test vergangene Woche war das erste mal seit Australien Ende Februar, dass man auf der Rennstrecke war. 

«Durch die Corona-Pandemie lief alles etwas chaotisch. Trotzdem konnte unser Team während dieser schwierigen Zeit ein deutlich verbesserten Motorrad für den Restart vorbereiten», erzählt Midori Moriwaki SPEEDWEEK.com. 

Nur die Basis der CBR1000RR-R ist mit dem offiziellen Honda-Team identisch, MIE Honda entwickelt die neue Fireblade getrennt vom offiziellen Honda-Werksteam auf eigene Faust. Beim Aragón-Test war an der Triple-R unter anderem ein neuer Tank verbaut.

«Unsere Ingenieure machen alles selbst», betonte die Japanerin stolz. «Sie entwickeln, designen und konstruieren die Teile aus einer Hand. Sie arbeiteten bis spät in die Nacht, jeden Tag unter Hochdruck. Alles sind unglaublich motiviert.»

Beim Aragón-Test war MIE Honda nur mit Takumi Takahashi anwesend. Lorenzo Gabellini wird sein Debüt auf dem WM-Motorrad erst beim Meeting in Jerez am ersten August-Wochenende geben. «Nach dem Aragón-Test brauchen wir einfach etwas Zeit, um alles fürs Rennwochenende vorzubereiten», erklärte Moriwaki.

Beim Saisonauftakt in Australien fiel Takahashi in beiden Hauptrennen mit Defekt aus, im Superpole-Race verpasste der Japaner als 15. die Punkteränge. Moriwaki hofft nun auf eine bessere Ausbeute. Für Jerez hofft MIE Honda auf bessere Ergebnisse.

«Zuerst wollen wir in allen Rennen keine gravierende Probleme haben und ins Ziel kommen», grübelte Moriwaki. «Bei Takumi setzen wir auf seine große Erfahrung und sein Vertrauen in das neue Bike. Und wir haben mit Lorenzo einen neuen Fahrer. Er ist ein netter und ruhiger Zeitgenosse, aber ein sehr professioneller Rennfahrer. Man sagte mir, dass, sobald er auf einer Rennmaschine sitzt, er ein Draufgänger ist.»

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