Loris Baz (5./Yamaha): «Ich wollte sofort überholen»
Ten Kate Yamaha-Fahrer Loris Baz begann nach der Corona-Pause mit einem starken ersten Rennen am Samstag beim Superbike-WM-Event in Jerez. Lange Zeit konnte der Franzose die Pace der Spitzengruppe mitgehen.
Loris Baz entwickelt sich immer mehr als Favorit auf den zweiten Platz im Yamaha-Werksteam 2021, der frei geworden ist, weil es Michael van der Mark zu BMW zieht. Baz startete das erste Superbike-Rennen am Samstag in Jerez von Platz 6 und hielt sich lange in den Top-4. Als es in die finale Phase der Hitzeschlacht ging, musste der Franzose federn lassen und Chaz Davies zog an ihm vorbei. Platz 5 und 3,3 Sekunden Rückstand auf den Sieger Scott Redding (Ducati) stellten ihn trotzdem zufrieden.
"Unser Ziel ist es immer zu gewinnen. Wir sind glücklich in den Top-5 zu sein und mit den Werksbikes an der Spitze kämpfen zu können. Das wir vor einigen Werksfahrern ins Ziel gekommen sind, ist eine gute Basis. Zwar sind wir noch nicht auf dem Podium angekommen, aber bis dahin müssen wir unser Bestes geben und keine Fehler machen, denn es ist bester Fünfter zu werden als auszuscheiden", erklärte der 27-Jährige.
"Gerade in den ersten Runden habe ich viel auf die Spitze verloren. Bereits in der vierten Runde war ich mit der Einstellung der Motorbremse so weit, wie wir es normalerweise am Rennende benötigen. Anschließend konnte ich die Hinterradbremse nicht mehr benutzen, denn das Heck rutschte gewaltig", sagte der WM-Siebte. "Nachdem ich viele Probleme hatte und über eine Sekunde von der Spitze entfernt war, konnte ich langsam wieder aufholen."
"Als ich den Windschatten meiner Vorderleute erreichte, bemerkte ich, dass sich die Reifen sehr stark erhitzten. Ich versuchte mich nicht zu lange hinter den Gegnern aufzuhalten, sondern direkt zu überholen, was aber leider nicht funktionierte. Anschließend kam Davies auf der Geraden an mir vorbei. Insgesamt war es ein gutes Rennen und ein guter Start, nur das Qualifying hätte besser laufen können."
Wie kam der Yamaha-Pilot mit den zermürbenden Bedingungen auf dem Circuito de Jerez klar? "Der Asphalt war am Samstag acht bis zehn Grad wärmer als am ersten Tag, das macht sicherlich einen großen Unterschied. Als ich etwas Luft nach vorne hatte, konnte ich schneller fahren, aber als ich im Windschatten bei den Führenden ankam, wurde es gefühlt viel wärmer und ich begann die Front des Bikes zu verlieren. Am Hinterrad konnten wir zum Glück eine gute Konstanz feststellen, der Reifen baute kaum ab."
Ergebnis Superbike-WM in Jerez, Lauf 1:
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