Johnny Rea (2./Kawasaki): «Hätte wie Scott überholt»

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Die meiste Zeit lag Jonathan Rea vor Scott Redding

Die meiste Zeit lag Jonathan Rea vor Scott Redding

Das erste Rennen der Superbike-WM 2020 in Jerez war auf hohem Niveau. Mit dem Blockpass von Sieger Scott Redding (Ducati) hatte Rekordweltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) kein Problem.

Zwei Niederlagen musste Jonathan Rea beim Meeting der seriennahen Weltmeisterschaft in Jerez bereits gegen Scott Redding (Ducati) einstecken. Zuerst gewann der Ducati-Pilot die Superpole, dann entschied der 27-Jährige auch den ersten Superbike-Lauf für sich.

Unzufrieden ist der Kawasaki-Star mit seiner Leistung aber nicht.

«Das war eine unserer besten Leistungen in Jerez seit Jahren. Mit dem was wir erreicht haben, bin ich zufrieden», hielt Rea im Gespräch mit SPEEDWEEK.com fest. «Obwohl ich schon ein wenig enttäuscht bin, dass ich gegen Rennende nicht nachlegen konnte als Scott aufdrehte. Ich hatte ein paar Vorderradrutscher, was ein wenig Vertrauen kostete und ich wollte mein Bike ins Ziel bringen. Wahrscheinlich hatten wir zu wenig Gewicht auf dem Vorderrad und waren zu hecklastig. Sobald ich in der Kurve die Bremse löste, hatte ich zu wenig Gefühl für die Front. Das ist etwas, was für die Rennen am Sonntag verbessern können. Mit dem Hinterreifen war dagegen alles in Ordnung, bis zur letzten Runde hatte ich viel Traktion.»

Rea führte das Rennen von Runde 1 bis 14 an, in Runde 15 verdrängte Redding den Rekordweltmeister von der Spitze. Drei Runden zuvor hatte er sich Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu geschnappt.

«Scott legte den Schalter um. Ich hatte mit seinem Überholversuch gerechnet», betonte Rea. «Ich konnte sein Bike hören – seine Ducati ist saulaut. Sein Rhythmus war ein wenig besser – es war klar, dass er es irgendwann probieren würde. Es war ein Blockpass, aber ich hätte es auch so gemacht; das war kein Problem. Anschließend machte Scott einige Fehler, aber mit seiner Power kann er das besser kompensieren. Wenn ich solche Fehler mache, wirkt sich das stärker auf die Rundenzeit aus.»

Die unglaubliche Hitze spielte in der Rennentscheidung keine Rolle.

«Der Rhythmus war insgesamt nur ein wenig langsamer als erwartet», sagte der 33-Jährige. «Allerdings hatten wir im Rennen erstmals über 60 Grad Streckentemperatur. Am Freitag zogen ein paar Wolken durch, weshalb sich der Asphalt etwas weniger aufheizte. Hätten wir 50 Grad gehabt, hätten wir im Rennen konstant 1:41 min fahren können. Mit der Hitze hatte ich körperlich keine Probleme. Das macht mich für den Rennsonntag zuversichtlich.»

Ergebnis Superbike-WM in Jerez, Lauf 1:
Pos Fahrer Motorrad Zeit/Diff
1 Scott Redding Ducati 33:58,961 min
2 Jonathan Rea Kawasaki + 1,147 sec
3 Toprak Razgatlioglu Yamaha + 2,252
4 Chaz Davies Ducati + 2,699
5 Loris Baz Yamaha + 3,301
6 Michael Rinaldi Ducati + 6,367
7 Alvaro Bautista Honda + 10,228
8 Marco Melandri Ducati + 18,713
9 Alex Lowes Kawasaki + 20,421
10 Leon Haslam Honda + 24,361
11 Garrett Gerloff Yamaha + 26,610
12 Christophe Ponsson Aprilia + 34,651
13 Xavi Fores Kawasaki + 34,709
14 Sandro Cortese Kawasaki + 38,138
15 Eugene Laverty BMW + 38,365
16 Sylvain Barrier Ducati + 49,601
17 Lorenzo Gabellini Honda + 52,357
18 Takumi Takahashi Honda + 53,802
NC Tom Sykes BMW nicht klassifiziert
RT Maximilian Scheib Kawasaki Aufgabe
RT Leandro Mercado Ducati Sturz
RT Michael van der Mark Yamaha Defekt
RT Federico Caricasulo Yamaha Sturz

 

WM-Stand nach Jerez, Lauf 1
1 Scott Redding Ducati 64 Punkte
2 Alex Lowes Kawasaki 58
3 Jonathan Rea Kawasaki 52
4 Toprak Razgatlioglu Yamaha 50
5 Chaz Davies Ducati 32
6 Michael van der Mark Yamaha 31
7 Loris Baz Yamaha 31
8 Ãlvaro Bautista Honda 29
9 Leon Haslam Honda 23
10 Michael Rinaldi Ducati 17
11 Tom Sykes BMW 17
12 Sandro Cortese Kawasaki 12

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