Loris Baz (Yamaha): Wie es zum Debakel am Samstag kam

Von Tim Althof
Superbike-WM
Ten Kate Yamaha-Fahrer Loris Baz erlebte beim Superbike-WM-Event auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya einige Tiefen aber auch Höhen, inklusive Podestplatz im Superpole-Race am Sonntag.

Nach den zwei schwierigen Superbike-WM-Wochenenden im Motorland Aragon, bei denen Loris Baz, wie alle Yamahas, im Mittelfeld untergingen, erhoffte sich der ehemalige MotoGP-Pilot auf dem 4,627 km langen Kurs von Barcelona eine deutliche Steigerung. Bereits in den freien Trainings am Freitag zeichnete sich ab, dass Yamaha deutlich konkurrenzfähiger sein wird, als zuletzt in Aragon. In der Superpole erreichte Baz mit einem Rückstand von 0,7 Sekunden auf Pole-Sitter Jonathan Rea (Kawasaki) den neunten Rang.

Im ersten Rennen am Samstag gelang es dem großgewachsenen Ten Kate-Fahrer nicht die richtige Reifenwahl zu treffen, weshalb er den Anschluss zu seinen Vorderleuten nicht halten konnte. «Im Qualifying hatte ich ein gutes Gefühl, auch wenn ich einen kleinen Fehler beim Reifen aufwärmen machte. Ich fühlte mich vor dem ersten Rennen startklar und peilte ein Ergebnis unter den ersten Fünf an. Leider bemerkte ich früh, dass ich nicht schnell genug bin und ich bekam gleich in der ersten Runde Probleme. Ich habe alles gegeben, um ins Ziel zu kommen und so viele Punkte wie möglich zu holen», fasste Baz seinen Tag zusammen, nachdem es im Rennen nur zu Rang 14 reichte.

Am Sonntag agierte der 27-Jährige im Sprintrennen gleich perfekt und holte sich hinter Michael van der Mark (Yamaha) und Weltmeister Rea den dritten Rang auf dem Siegerpodest. «Beim Warm-Up bemerkte ich schnell, dass wir einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben. Ich glaube, dass wir am Samstag den falschen Vorderreifen gewählt haben. Mein Start zum Sprintrennen war sehr gut und meine Pace war auch nicht schlecht und so konnten wir den dritten Platz sichern und unser zweites Podium der Saison feiern», freute sich der Franzose.

Am Nachmittag musste Baz mit all seiner Routine einen Sturz verhindern, der in der dichten Startphase beinahe geschehen war. Am Ende reichte es nur zu Position 10. «Mit viel Selbstvertrauen bin ich in das zweite Hauptrennen gestartet, mein Start war gut, aber weil mich Rinaldi berührte, kam ich ans Hinterrad von Rea und ich musste das Rennen auf dem letzten Platz wieder aufnehmen», klagte der WM-Neunte. «Leider verheizte ich bei den vielen Überholmanövern meinen Vorderreifen. Am Ende ging es nur darum, das Motorrad auf der Strecke zu halten und das Rennen zu beenden. Auch wenn wir nicht den Speed für das Podium hatten, ein Top-5-Ergebnis wäre möglich gewesen.»

Ergebnis Superbike-WM, Barcelona, Lauf 2
Pos Fahrer Motorrad Zeit/Diff
1. Chaz Davies Ducati 34:29,729 min
2. Michael van der Mark Yamaha + 2,460 sec
3. Garrett Gerloff Yamaha + 2,559
4. Jonathan Rea Kawasaki + 8,040
5. Tom Sykes BMW + 13,196
6. Scott Redding Ducati + 14,232
7. Eugene Laverty BMW + 16,409
8. Alex Lowes Kawasaki + 17,590
9. Leon Haslam Honda + 18,536
10. Loris Baz Yamaha + 20,401
11. Jonas Folger Yamaha + 20,451
12. Federico Caricasulo Yamaha + 25,414
13. Lorenzo Zanetti Ducati + 31,420
14. Takumi Takahashi Honda + 51,264
15. Xavi Fores Kawasaki  
Out Michael Rinaldi Ducati  
Out Valentin Debise Kawasaki  
Out Sylvain Barrier Ducati  
Out Samuele Cavalieri Ducati  
Out Alvaro Bautista Honda  

 

Stand Superbike-WM 2020 nach Barcelona
Pos Fahrer Motorrad Punkte
1. Jonathan Rea Kawasaki 290
2. Scott Redding Ducati 239
3. Chaz Davies Ducati 188
4. Michael van der Mark Yamaha 178
5. Toprak Razgatlioglu Yamaha 157
6. Alex Lowes Kawasaki 145
7. Michael Rinaldi Ducati 144
8. Álvaro Bautista Honda 94
9. Loris Baz Yamaha 91
10. Leon Haslam Honda 88
11. Tom Sykes BMW 70
12. Garrett Gerloff Yamaha 68
13. Eugene Laverty BMW 45
14. Federico Caricasulo Yamaha 41
15. Xavi Fores Kawasaki 37
16. Marco Melandri Ducati 23
17. Sandro Cortese Kawasaki 14
18. Leandro Mercado Ducati 12
19. Maximilian Scheib Kawasaki 11
20. Jonas Folger Yamaha 9
21. Sylvain Barrier Ducati 5
22. Christophe Ponsson Aprilia 4
23. Roman Ramos Kawasaki 4
24. Matteo Ferrari Ducati 4
25. Takumi Takahashi Honda 4
26. Lorenzo Zanetti Ducati 3

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