Geht doch: Tom Sykes holt erstes Top-5-Finish von BMW

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Tom Sykes fuhr zum ersten Mal in dieser Saison in die Top-5

Tom Sykes fuhr zum ersten Mal in dieser Saison in die Top-5

Die Superbike-WM 2020 verläuft für BMW harzig. Als man sich auch beim Meeting in Barcelona erneut zu blamieren drohte, fuhr Tom Sykes im zweiten Lauf das beste Saisonergebnis mit der S1000RR ein.

Nicht nur Experten haben im zweiten Jahr von BMW mehr erwartet, auch die Fahrer. Selbst Tom Sykes, der bei jeder Gelegenheit das Fahrwerk der S1000RR in höchsten Tönen lobt, konnte bisher nur in der Superpole Zeichen setzen, so wie bei der Pole auf Phillip Island und Startplatz 3 in Jerez.

In Rennen waren sechste Plätze das Highlight, auf der Kehrseite der Medaille standen Zielankünfte jenseits der Top-10 und peinliche Ausfälle mit Defekt – so wie im ersten Superbike-Lauf in Barcelona am Samstag. «Leider konnten wir im gestrigen Rennen nicht das Ergebnis holen, das wir uns gewünscht hatten. Aber wir haben daraus definitiv gelernt», hielt Sykes gewohnt professionell fest.

Dass der 35-Jährige am Sonntag nach Platz 9 im Superpole-Race im zweiten Lauf als Fünfter die Ziellinie kreuzte, kam überraschend, aber umso erfreulicher.

«Der Sonntag war eine willkommene Veränderung», sagte der Engländer erleichtert. «Wir konnten am Nachmittag mit der BMW S1000RR eine Menge gute und konstante Runden abspulen. Zu Beginn des Rennens hatten wir nicht die Pace, wir konnten nicht so viel mechanischen Grip generieren wie die anderen Jungs. Aber wir konnten während des Rennens mit der Elektronik und meinem Fahrstil spielen und eine konstante Pace halten. Das ist uns sehr gut gelungen. Der fünfte Platz ist ein Schritt in die richtige Richtung.»

Das erste Top-5-Ergebnis der Saison nahm auch Rennchef Marc Bongers mit Genugtuung zur Kenntnis. Abgerundet wurde es mit dem siebten Platz von Eugene Laverty.

«Eine große Erleichterung, nachdem das Wochenende in Barcelona für uns schwierig begonnen hatte», atmete der Niederländer auf. «Nach den Zuverlässigkeitsproblemen am Samstag war es gut, den Sonntag mit den besten Rennergebnissen der Saison abzuschließen. Diese Ergebnisse waren lang ersehnt, und es ist erfreulich, sie jetzt in der Tasche zu haben – auch wenn der Weg nach ganz vorn noch nicht geebnet ist.»

«Nachdem wir ein starkes Warm-up gezeigt hatten, war Toms Pace im Superpole Rennen anfangs zu langsam, und das Ergebnis mit einem neunten Platz entsprechend ein wenig enttäuschend», gab Bongers zu. «Der Start ins zweite Rennen war jedoch sowohl für Tom als auch Eugene gut, und beide kamen gut durchs Getümmel in den ersten Kurven. Tom konnte sich mit der Spitzengruppe ein wenig absetzen, und Eugene lieferte einen starken Fight mit Lowes und Haslam, den er am Ende auf dem siebten Platz für sich entscheiden konnte. Tom verlor zur Mitte des Rennens den Anschluss an die Top-6, konnte aber bis zum Ende seine Pace halten und sich so in der letzten Runde noch auf den fünften Platz verbessern, vor Redding und Eugene. Wir können uns nicht ausruhen, aber werden diese positive Entwicklung nun mit nach Magny-Cours nehmen und hoffen, unsere Performance dort zu wiederholen.»

Ergebnis Superbike-WM, Barcelona, Lauf 2
Pos Fahrer Motorrad Zeit/Diff
1. Chaz Davies Ducati 34:29,729 min
2. Michael van der Mark Yamaha + 2,460 sec
3. Garrett Gerloff Yamaha + 2,559
4. Jonathan Rea Kawasaki + 8,040
5. Tom Sykes BMW + 13,196
6. Scott Redding Ducati + 14,232
7. Eugene Laverty BMW + 16,409
8. Alex Lowes Kawasaki + 17,590
9. Leon Haslam Honda + 18,536
10. Loris Baz Yamaha + 20,401
11. Jonas Folger Yamaha + 20,451
12. Federico Caricasulo Yamaha + 25,414
13. Lorenzo Zanetti Ducati + 31,420
14. Takumi Takahashi Honda + 51,264
15. Xavi Fores Kawasaki  
Out Michael Rinaldi Ducati  
Out Valentin Debise Kawasaki  
Out Sylvain Barrier Ducati  
Out Samuele Cavalieri Ducati  
Out Alvaro Bautista Honda  

 

Stand Superbike-WM 2020 nach Barcelona
Pos Fahrer Motorrad Punkte
1. Jonathan Rea Kawasaki 290
2. Scott Redding Ducati 239
3. Chaz Davies Ducati 188
4. Michael van der Mark Yamaha 178
5. Toprak Razgatlioglu Yamaha 157
6. Alex Lowes Kawasaki 145
7. Michael Rinaldi Ducati 144
8. Álvaro Bautista Honda 94
9. Loris Baz Yamaha 91
10. Leon Haslam Honda 88
11. Tom Sykes BMW 70
12. Garrett Gerloff Yamaha 68
13. Eugene Laverty BMW 45
14. Federico Caricasulo Yamaha 41
15. Xavi Fores Kawasaki 37
16. Marco Melandri Ducati 23
17. Sandro Cortese Kawasaki 14
18. Leandro Mercado Ducati 12
19. Maximilian Scheib Kawasaki 11
20. Jonas Folger Yamaha 9
21. Sylvain Barrier Ducati 5
22. Christophe Ponsson Aprilia 4
23. Roman Ramos Kawasaki 4
24. Matteo Ferrari Ducati 4
25. Takumi Takahashi Honda 4
26. Lorenzo Zanetti Ducati 3

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