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Kritik am Superbike-Reglement – Dorna unter Zugzwang

Von Kay Hettich
Gelbe Flaggen sorgten in der Superpole in Estoril für Unmut

Gelbe Flaggen sorgten in der Superpole in Estoril für Unmut

Die Piloten der Superbike-WM 2021 äußerten sich bereits beim Saisonauftakt in Aragón kritisch über jüngste Änderungen im Reglement. Seit Estoril hagelt es Beschwerden.

Ein schlanker neuer Satz im Reglement für die Superbike-WM 2021 erregt spätestens seit dem Meeting in Estoril die Gemüter. Unter Punkt 1.23.2 ergänzte die FIM die Regel, dass eine unter gelber Flagge gefahrene Rundenzeit grundsätzlich gestrichen wird.

Was in den freien Trainings keine Rolle spielt, fällt in der für dieses Jahr von 25 auf 15 Minuten gekürzten Superpole und nur einem Qualifyer-Reifen umso stärker ins Gewicht.

Bereits beim zweiten Saisonmeeting in Estoril passierte genau das, wovor erfahrene Piloten wie Chaz Davies (Ducati) von Beginn an gewarnt haben: In den letzten Minuten der Superpole sorgte Tito Rabat mit einem Ausritt in Kurve 1 für gelbe Flaggen. Die nachfolgenden Eugene Laverty, Axel Bassani, Lucas Mahias, Chaz Davies, Álvaro Bautista und Michael Rinaldi wurde deshalb ihre beste Rundenzeit gestrichen. Sie alle waren zu diesem Zeitpunkt mit dem Qualifyer-Reifen unterwegs, der bis zu einer Sekunde pro Runde bringt.

Aber der Qualifyer hat seine maximale Performance nur auf einer Runde. Dass die bestraften Fahrer wenig begeistert waren, ist nachvollziehbar. Für Kawasaki-Pilot Alex Lowes ging es von Startplatz 3 auf 10 um drei Reihen zurück, was tatsächlich die Ergebnisse aller drei Rennen maßgeblich beeinflusst.

«Ich habe die Flagge sogar respektiert und habe abgedreht, als ich sie sah», sagte Davies. «Ich haben dann die nächste Runde einen weiteren Versuch gestartet, aber der Reifen war schon hinüber. Dass Rundenzeiten unter gelb gestrichen werden ist in Kombination mit dem Qualifyer keine gute Sache.»

Bei der FIM und Dorna rauchen die Köpfe, wie man diese Manko elegant aus der Welt schaffen kann. Weil die Einführung der Gelben-Flagge-Regel zur Erhöhung der Sicherheit gestürzter Piloten und der Streckenposten diente, kann diese nicht ohne weiteres zurückgenommen werden.

Nachdem es in Estoril Fahrer mit Werksverträgen von BMW, Ducati und Kawasaki erwischt hat, wäre es nicht verwunderlich, wenn das Thema vor Misano erneut auf den Tisch kommt.

Aus den USA meldete sich Loris Baz mit einer Lösung zu Wort. «Man sollte wieder zur Ein-Runden-Superpole zurückkehren», forderte der Franzose.


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