Scott Redding: «Wusste, Toprak würde alles versuchen»
Der Traum vom ersten Titel in der Superbike-WM rückte für Ducati-Werksfahrer Scott Redding trotz zweier Podestplätze in Jerez in immer weitere Ferne. Es gibt noch 186 Punkte zu holen und er liegt bereits 74 hinten.
Toprak Razgatlioglu (1./1.) war auf dem Circuito de Jerez für seine härtesten WM-Widersacher Jonathan Rea (2./5.) und Scott Redding (3./2.) unerreichbar. Das Yamaha-Aushängeschild kam zwar in beiden Rennen nur knapp vor dem Zweiten ins Ziel, von außen betrachtet machte Toprak aber jederzeit den Eindruck, als hätte er die Situation im Griff. Drei Events vor Saisonende liegt der Türke mit 449 Punkten 20 vor Rea und 74 vor Redding.
Im zweiten Lauf fehlten Redding nur 0,113 sec zu Razgatlioglu, drei Runden vor Schluss lag der Engländer sogar kurzfristig in Führung. "Aber ich kann nicht später bremsen als er und mir war klar, dass er alles versuchen würde", sagte Redding zum entscheidenden Konter von Toprak. "Ich war am Limit und hatte das ganze Wochenende keine gute Pace. Für das Qualifying haben wir ins Blaue geraten. Für Sonntag sagte ich mir, dass ich mich zusammenreißen und meine Leistung aufbauen muss. Das habe ich getan. Im ersten Rennen habe ich mir immer mehr Vertrauen aufgebaut, im zweiten Lauf war ich so weit, dass ich die Pace hatte, zu gewinnen. Ich glaubte an mich, deshalb konnte ich so schnell fahren. Im Warm-up sagte ich meinem Team noch, dass es nicht einen Aspekt gibt, den ich genieße."
"Mein Start war nicht fantastisch", hielt der WM-Dritte fest. "Dann sah ich, wie Jonathan vor mir strauchelt. Ich dachte mir zuerst, dass ich hinter ihm bleibe und er mich nach vorne ziehen würde. Aber nach einer Minute war mir klar, dass ich an ihm vorbei muss. Mit Rinaldi war es gleich. Auf der Boxentafel sah ich, dass Toprak die gleichen Zeiten fuhr wie ich. Also versuchte ich, etwas Reifen bis zum Schluss aufzusparen. Dann überholte ich ihn, konnte die Position aber nicht halten."
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