Philipp Öttl: «Freue mich auf das ganz scharfe Gerät»

Von Ivo Schützbach
Philipp Öttl in Jerez

Philipp Öttl in Jerez

Von Freitag bis Sonntag trainiert Philipp Öttl weitere drei Tage auf dem Circuito de Jerez. Für den einzigen Deutschen in der Superbike-WM 2022 geht es darum, seinen Fahrstil an die Ducati V4 anzupassen.

Vergangenen Freitag bis Sonntag drehte Philipp Öttl in Jerez beinahe 500 Runden mit seinem Trainingsmotorrad, einer Ducati V4S mit 1100 ccm. Kommenden Freitag bis Sonntag geht es für den einzigen Deutschen in der Superbike-WM 2022 auf gleicher Strecke mit den Vorbereitungen weiter.

Priorität hat für Philipp nach zwei Jahren in der Supersport-WM derzeit die Anpassung seines Fahrstils an die 215 PS starke Serien-Ducati. Er befasst sich mit den elektronischen Regelsystemen und den zahlreichen Einstellmöglichkeiten an dem komplexen Motorrad.

«Ich muss meinen Stil verändern und das Motorrad am Kurvenausgang mehr aufrichten, damit ich die Leistung auf den Boden bringen kann», schilderte Öttl im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Dass das nicht von Anfang an einwandfrei funktioniert, ist eh klar. Natürlich habe ich noch viel zu lernen. Ich musst mich erst mal an die Leistung gewöhnen. Würde ich den ganzen Winter nur Supermoto fahren, wäre ich von der Leistung eines Superbikes sicher überrascht, das wäre nicht die richtige Vorbereitung. Beim nächsten Training werde ich noch mehr mit gebrauchten Reifen über die Distanz fahren, damit ich verstehe, wie ich meinen Fahrstil an die Leistung und den Reifenverschleiß anpassen muss. Ich trainiere und bereite mich auf den ersten Test vor.»

Dieser ist für den 8./9. Februar in Portimao angesetzt, auf einer der schwierigsten Strecken im Kalender. Dann wird Öttl erstmals die V4R mit 1000 ccm seines neuen Teams Go Eleven fahren.

«Das Superbike ist etwas anders», weiß der Bayer. «In Portimao mit dem Superbike anzufangen, ist nicht einfach. Aber am Schluss komme ich auch auf dieser schwierigen Strecke ganz gut zurecht. Klar, auf flachen Strecken, wo das Motorrad nur teilweise Wheelies macht, ist es einfacher. In Portimao hebt das Vorderrad öfters ab, ich werde am Anfang sicher viel lernen. Ich freue mich auf jeden Fall darauf, wenn ich das erste Mal auf so einem ganz scharfen Superbike-Gerät sitze. Ich weiß, dass sie bei Ducati noch viel Arbeit haben, dort werden gerade die Motorräder aufgebaut. Deshalb weiß ich auch nicht, ob für Portimao alles fertig wird. Ich hoffe, dass wir alle Tests mitnehmen und so gut wie möglich vorbereitet sind.»

Die Superbike-WM 2022 beginnt am Wochenende 8.–10. April im MotorLand Aragon. Ducati plant neben den zwei Tagen in Portimao weitere zwei in Misano Mitte März und zwei in Barcelona Ende März. Am 3./4. April ist dann der offizielle Vorsaison-Test in Aragonien mit allen Teilnehmern.

Team- und Fahrerliste Superbike-WM 2022:

Aruba.it Ducati: Michael Rinaldi (I), Alvaro Bautista (E)

Barni Spark Ducati: Luca Bernardi (I)

Motocorsa Ducati: Axel Bassani (I)

Go Eleven Ducati: Philipp Öttl (D)

Honda Racing Corporation: Iker Lecuona (E), Xavier Vierge (E)

MIE Honda: Tati Mercado (RA), Hafizh Syahrin (MAL)

BMW Motorrad: Michael van der Mark (NL), Scott Redding (GB)

Bonovo action BMW: Eugene Laverty (IRL), Loris Baz (F)

Kawasaki Racing Team: Jonathan Rea (GB), Alex Lowes (GB)

Puccetti Kawasaki: Lucas Mahias (F)

Orelac VerdNatura Kawasaki: Sykes? Vinales?

Outdo Pedercini Kawasaki: Loris Cresson (B)

Pata Yamaha: Toprak Razgatlioglu (TR), Andrea Locatelli (I)

GRT Yamaha: Kohta Nozane (J), Garrett Gerloff (USA)

Gil Motor Sport Yamaha: Christophe Ponsson (F)

FETT = bestätigt


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