Johnny Rea und Toprak Razgatlioglu: Keine Aussprache
Am Donnerstagnachmittag trafen Jonathan Rea (Kawasaki) und Toprak Razgatlioglu (Yamaha) in Estoril zum ersten Mal seit ihrer Kollision bei der Superbike-WM in Assen wieder aufeinander.
SBK-Promoter Dorna hatte die Zeiten für die Video-Interviews am Donnerstagnachmittag so gelegt, dass sich Jonathan Rea und Toprak Razgatlioglu im Media Center des Circuito do Estoril über den Weg laufen mussten.
"Ich kam extra drei Minuten zu spät, aber sie hielten Toprak so lange hin, bis ich da war", schmunzelte Rea beim Treffen mit SPEEDWEEK.com. "Sie lieben Dramen – wir haben uns mit geballter Faust begrüßt, weiter ist nichts passiert."
Natürlich hat sich der sechsfache Weltmeister Johnny Rea seit Assen sämtliche Videos, Fotos und Onboard-Aufnahmen angeschaut. "
"Toprak hat nicht voll beschleunigt, weil er auf keinen Fall
Der 115-fache Laufsieger weiter: "Rennunfälle muss man hinter sich lassen, sie ändern nichts an meiner Herangehensweise. Und sie ändern auch nichts an meiner Meinung über Toprak. Ich hätte mir nur gewünscht, dass er mehr aufpasst. Er war unter Druck und versuchte natürlich seine Linie zu verteidigen. Ich hoffe, er lernt daraus etwas. Es ist nicht mehr so wie letztes Jahr, als ich endlos kämpfen musste, nur um dabei zu sein. Jetzt bin ich wieder mitten im Spiel. Es war großes Pech, dass wir beide stürzten. Schau dir nur meine Körpersprache nach dem Sturz an. Sie sagte: War das wirklich nötig? Wir müssen nicht mehr darüber reden. Ich muss auch nicht zornig sein, um gegen ihn Rennen zu fahren. Er weiß, was passiert ist. Und nur er weiß, was in seinem Kopf vorging, als er auf der Kante der Kerbs fuhr, 20 km/h langsamer als normal. Er hat sich so entschieden. Es gab eine Lücke und die habe ich genützt. Und dann haben wir uns eben berührt."
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