Exklusiv: BMW und Loris Baz planen gemeinsame Zukunft
Mit Scott Redding und Michael van der Mark hat BMW bereits einen Vertrag für die Superbike-WM 2023. Als nächstes werden die Verträge für die Fahrer des deutschen Bonovo-Teams gemacht.
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Scott Redding hat mit BMW einen 2+2-Jahres-Vertrag, der bis Ende 2025 läuft, zur Halbzeit aber vom Engländer gekündigt werden könnte. Diese Woche hat BMW die Vertragsverlängerung von Michael van der Mark bis Ende 2023 bekanntgegeben, der Niederländer wird zusammen mit Redding weiterhin für das Team BMW Motorrad fahren, hinter dem Shaun Muir Racing (SMR) steht.
Das deutsche Team Bonovo action BMW hat nach dem enttäuschenden Premierenjahr 2021 mit Jonas Folger (einmal Top-10 in 30 Rennen, 21 WM-Punkte) für dieses Jahr auf zwei Fahrer aufgerüstet, die M1000RR werden von Loris Baz und Eugene Laverty pilotiert. Während sich Laverty – auch verletzungsbedingt – sehr schwertut, hat Baz in den bislang 15 Rennen acht Top-10-Ergebnisse eingefahren und liegt in der Weltmeisterschaft mit 60 Punkten auf dem elften Platz.
"Ich wurde Teil dieses Projekts, weil ich hierbleiben möchte", betonte Baz. "Ich will nicht nur ein Jahr für BMW fahren, unglücklicherweise musste ich die vergangenen Jahre zu oft das Team wechseln. Nicht, weil ich das wollte, sondern weil ich keine andere Wahl hatte. Das ist nicht ideal. Wenn du über Jahre Teil eines Projekts sein und mit denselben Leuten etwas um dich herum aufbauen kannst, dann verstehen beide Seiten besser was es braucht, um das Motorrad schneller zu machen. Deshalb möchte ich bleiben."
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BMW schaut, dass die Fahrer in den beiden Teams nach Möglichkeiten identisches Material erhalten. Nur wenn neue Prototypen-Teile wie zuletzt in England die Kalex-Schwinge kommen, kann es aus Produktionsgründen Verzögerungen geben, bis alle vier Fahrer sie erhalten.
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"Schon als ich für Ten Kate fuhr, waren wir am Yamaha-Werksteam nahe dran", erinnerte sich Loris. "Jetzt habe ich aber das gleiche Material, ich bekomme genau die gleiche Unterstützung, wie wenn ich im Team BMW Motorrad wäre. Wir gehen zusammen zum Testen, haben gemeinsam Nachbesprechungen und die BMW-Leute sind immer bei uns in der Box. Für mich ist BMW der einzige Hersteller, der wirklich mit zwei Werksteams arbeitet. Ein Team hat den Werksnamen und das andere nicht – aber intern ist es das Gleiche. Ich fühle mich sehr gut mit den Leuten in meinem Team."
Auch Bonovo-Eigentümer Jürgen Röder will mit dem 29-Jährigen weitermachen, wie er im exklusiven Interview von SPEEDWEEK.com verriet. "Entweder hat er sie schon oder er bekommt sie noch, die Vertragsverlängerung", verriet der Odenwälder. "Das hat BMW mit uns so abgestimmt, da sind wir d’accord. Wir wollen unbedingt, dass er bleibt. Und wir brauchen einen Typ Fahrer, der auch menschlich passt. Ein arroganter Fatzke passt nicht zu uns. Wir sind eine Mannschaft mit familiärem Umfeld, das gefällt Loris unheimlich gut. Bei uns kann er mit jedem reden, mit Michael Galinski, mit mir, mit jedem Mechaniker. Wir wollten dieses Jahr in die Top-10, mit Loris sind wir jetzt dort. Natürlich will man immer weiter vor, wir dürfen aber auch nicht vergessen, wo wir herkommen."
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