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Kawasaki-Teammanager Guim Roda: «Wir sind nicht naiv»

Kawasaki war beim Superbike-Test in Misano nur mit Testfahrer Florian Marino dabei. Der Grund, weshalb die Stammfahrer Jonathan Rea und Alex Lowes fehlten, ist in den Testbeschränkungen der FIM zu finden.

Superbike WM

Im Artikel erwähnt



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Während die Werksteams von Ducati, Yamaha, BMW und Honda den zweitägigen Test mit ihren Stammfahrern bestritten, drehte für Kawasaki nur Testfahrer Florian Marino seine Runden auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli.

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Der Test wäre für Kawasaki sehr wichtig gewesen. In der laufenden Saison liegt Jonathan Rea nach zwölf Rennen mit 100 Punkten auf dem vierten Platz der Gesamtwertung. Auf Alvaro Bautista (Ducati) hat der 118-fache Laufsieger bereits 136 Punkte Rückstand. Alex Lowes ist mit 62 Punkten gar nur auf dem neunten Platz zu finden. Vor allen Rea holt bei jedem Rennen das Maximum aus seiner ZX-10RR heraus, öfter muss er aber übers Limit gehen, verheizt seine Reifen oder stürzt.

Fehlende Motivation war nicht der Grund, weshalb Rea und Lowes dem Misano-Test fernblieben. Kawasaki hatte entschieden, die beiden Stammfahrer wegen der schlechten Wetterprognose zu Hause zu lassen. "Die Streckentemperatur wäre zu niedrig gewesen für die Bereiche, an denen wir gerne mit Alex und Johnny gearbeitet hätten", präzisierte Kawasaki-Teammanager Guim Roda.

Die Testmöglichkeiten für Stammfahrer sind begrenzt. So darf jeder pro Saison nur zehn Testtage absolvieren. Möglich ist auch, zwei halbe Testtage innerhalb dieses Kontingents durchzuführen – etwa, wenn morgens die Streckentemperatur niedrig oder das Wetter wechselhaft ist.

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Zudem gibt es eine Ausnahme für die "Acht Stunden von Suzuka", die es Stammfahrern, die am japanischen Langstreckenklassiker teilnehmen, ermöglicht, die EWC-Version ihres Motorrads an zwei zusätzlichen Tagen zu testen – allerdings nur in Suzuka selbst. Da diese Strecke nicht im Rennkalender ist, haben die Teams daraus keinen Setup-Vorteil für die Superbike-WM. In eine ähnliche Richtung geht die Regelung zum Fahren mit Serienbikes. Das ist für die Stammfahrer jederzeit erlaubt, es gibt kein Limit. Denn auch diese Sessions sind für die Weiterentwicklung eines Werksmotorrads nutzlos.

Unter diesen Umständen ist es schwer, Fortschritte zu erzielen und ein Bike konkurrenzfähiger zu machen. Umso wichtiger sind die wenigen offiziellen Tests in einer Saison. Das weiß auch Guim Roda: "Testen ist so wichtig, vor allem, wenn die Dinge nicht so laufen wie geplant. Aber wir geben nicht auf. 2019 gewann Alvaro Bautista bei den ersten vier Events, aber wir holten den Titel. Natürlich sind wir in einer schlechteren Position als 2019, wir sind nicht naiv, trotzdem geben wir nicht auf, bis das Spiel vorbei ist. Wenn wir nicht gewinnen, spornt uns das an, hart zu arbeiten und stärker zurückzukommen. Wir müssen uns alle Bereiche ansehen und einen Weg finden, damit wir bei jedem Rennen um den Sieg kämpfen können. Das ist das Ziel."

Testfahrer Florian Marino probierte in Misano einige Neuerungen. Um mit der ZX-10RR signifikante Fortschritte zu erzielen, war es laut Roda aber zu wenig: "Wir konnten einige Upgrades, an denen wir arbeiteten, nicht abschließen. Daher werden wir versuchen, vor dem Event in Misano weitere Test-Möglichkeiten zu finden. Wir benötigen dafür Asphalttemperaturen mit mehr als 45 Grad. Der Misano-Test war für uns aber trotzdem gut, auch wenn wir dieses Mal nicht alle unsere Waffen dabeihatten. Einige Softwareanpassungen waren sehr nützlich. Wir haben auch verschiedene Setups ausprobiert. Wir werden nun in Jerez weiter testen."

Kombinierte Zeiten Superbike-Test Misano (11./12. Mai):

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1. Alvaro Bautista (E), Ducati, 1:33,035 min

2. Toprak Razgatlioglu (TR), Yamaha, +0,510 sec

3. Michael Rinaldi (I), Ducati, +0,673

4. Xavier Vierge (E), Honda, +1,008

5. Garrett Gerloff (USA), BMW, +1,310

6. Axel Bassani (I), Ducati, +1,350

7. Tom Sykes (GB), BMW, +1,381

8. Andrea Locatelli (I), Yamaha, +1,425

9. Iker Lecuona (E), Honda, +1,567

10. Scott Redding (GB), BMW, +1,602

11. Lorenzo Baldassarri (I), Yamaha, +1,646

12. Philipp Öttl (D), Ducati, +1,729

13. Dominique Aegerter (CH), Yamaha, +1,772

14. Remy Gardner (AUS), Yamaha, +1,818

15. Loris Baz (F), BMW, +2,218

16. Lucas Mahias (F), Kawasaki, +2,391

17. Florian Marino (F), Kawasaki, +2,633

18. Tarran Mackenzie (GB), Honda, +3,066

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1

Nicolò Bulega

Aruba.it Racing - Ducati

310

2

Iker Lecuona

Aruba.it Racing - Ducati

215

3

Yari Montella

BARNI Spark Racing Team

121

4

Lorenzo Baldassarri

Team GoEleven

107

5

Sam Lowes

Elf Marc VDS Racing Team

103

6

Alex Lowes

Bimota by Kawasaki Racing Team

101

7

Axel Bassani

Bimota by Kawasaki Racing Team

86

8

Miguel Oliveira

ROKiT BMW Motorrad WorldSBK Team

85

9

Álvaro Bautista

BARNI Spark Racing Team

81

10

Garrett Gerloff

Kawasaki WorldSBK Team

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