Razgatlioglu (Yamaha): «Was wir haben, reicht nicht»
Die Chancen von Toprak Razgatlioglu, 2023 Superbike-Weltmeister zu werden, sind nur noch mathematischer Natur. Nach dem ersten Rennen in Portimao ärgerte sich der Türke einmal mehr, dass er gegen Ducati keine Chance hat.
Die Ausgangslage vor den beiden Rennen am Sonntag ist simpel: Erobert Alvaro Bautista zehn Punkte mehr als Toprak Razgatlioglu, dann hat er seinen WM-Titel von 2022 vorzeitig erfolgreich verteidigt. Momentan beträgt sein Vorsprung 52 Punkte. An einem Wochenende gibt es maximal 62 Punkte zu holen, nach Portimao kommt nur noch die Veranstaltung in Jerez am letzten Oktober-Wochenende.
"Mich langweilt es", meinte Toprak zum Verlauf des ersten Rennens in Portugal, das er wieder einmal als Zweiter hinter Bautista beendet hat. "Die ganze Runde hole ich auf, dann kommt die Gerade und Alvaro ist wieder im Vorteil. Danach mache ich das Gleiche erneut, es reicht aber nicht für den Sieg. Und es ist immer so. Das ist für die Motivation nicht eben gut. In den letzten Runden hatte ich die Hoffnung, dass sein Hinterreifen abbaut, aber seine Pace war bis zum Ende stark. Trotzdem habe ich nicht aufgegeben, das Gas nie zugedreht und jede Runde ans Limit gepusht. Die Ducati ist sehr stark und schnell, was wir haben, reicht nicht. Wenn er das Gas aufdreht, beschleunigt sein Bike enorm. Mein Motorrad hat viel weniger Beschleunigung. Vor allem in den letzten sechs oder sieben Runden, es ist unglaublich."
Razgatlioglu spricht immer von den Vorteilen von Ducati, in Wirklichkeit ist aber nur die Kombination aus der Panigale V4R und Ausnahmekönner Bautista beinahe unbesiegbar.
"Ich habe nie gesagt, Alvaro wäre ein langsamer Fahrer", betonte der Türke gegenüber SPEEDWEEK.com. "Er ist sehr stark. Mit Alvaro an Bord hat die Ducati auf der Geraden aber einen großen Vorteil. Er ist leicht und schmal, trotzdem respektiere ich ihn. Auch, weil er sehr clever ist und seine Rennen genau plant. Er fährt nicht nur einfach. Mit seinem Motorrad hat er ein sehr gutes Paket. Manchmal ist dein Motorrad nicht perfekt, also musst du dich anpassen. Wir bekommen hier keine gute Abstimmung für mein Bike hin, also fahre ich halt. Mein Bike ist nicht schlecht, aber es ist nicht 100-prozentig. Mental bin ich sehr stark, das hilft mir vor allem im Superpole-Race. Deshalb will ich das am Sonntag gewinnen. Im zweiten Rennen wird es schwieriger."
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


