Überraschende Wende: Michael Rinaldis Zukunft ist fix

Von Ivo Schützbach
Michael Rinaldi wird auch 2024 eine Ducati fahren

Michael Rinaldi wird auch 2024 eine Ducati fahren

Mitte Juli erfuhr Michael Rinaldi, dass er seinen Platz im Ducati-Werksteam nach dieser Saison verliert und sich für die Superbike-WM 2024 nach einem neuen Arbeitgeber umsehen muss. Jetzt ist die Entscheidung gefallen.

Drei Jahre fuhr Michael Rinaldi im Ducati-Werksteam Aruba.it und eroberte in dieser Zeit vier Siege und 20 Podestplätze. Der 27-Jährige ist der Einzige neben den drei Leitfiguren Alvaro Bautista (Ducati), Toprak Razgatlioglu (Yamaha) und Jonathan Rea (Kawasaki), der seit 2022 ein Rennen gewonnen hat. Doch für Ducati ist das zu wenig, Rinaldi haderte immer wieder mit dem Druck und seine Ergebnisse blieben teilweise hinter seinem unbestrittenen Talent. Deshalb bekommt nächstes Jahr Supersport-Weltmeister Nicolo Bulega die Chance, an der Seite von Bautista zu fahren.

Seit Mitte Juli nahm das Management von Rinaldi die vielversprechenden Möglichkeiten für 2024 unter die Lupe. Lange hatte der Mann aus Rimini auf einen Platz im Honda-Werksteam gehofft, doch dort wird es mit Iker Lecuona und Xavi Vierge weitergehen.

Gespräche mit Yamaha Europa und dem Puccetti-Team waren weit vorangeschritten. Von Yamaha hätte er zwar einen Werksvertrag erhalten und dort gute Zukunftsaussichten gehabt, wäre aber im Team GMT94 untergebracht worden.

Puccetti wäre bei einem Wechsel zu Ducati sehr reizvoll gewesen, doch Kawasaki hat dem Team ein interessantes Angebot unterbreitet und Werksmaschinen für 2024 in Aussicht gestellt. Im Werksteam wollte Kawasaki Rinaldi nicht haben, stattdessen wurde der von Motocorsa Ducati kommende Axel Bassani gewählt. Da wundert es nicht, dass eine ZX-10RR im Puccetti-Team für Michael Ruben nicht die erste Wahl ist.

Rinaldi entschied sich für die sportlich aussichtsreichste Option – und bleibt bei Ducati!

Den letzten noch verfügbaren Platz gab es im Motocorsa-Team. Eigentümer Lorenzo Mauri hatte in Portimao verkündet, dass er beim ersten Wintertest in Jerez Anfang November mit zwei Piloten testen wolle, SPEEDWEEK.com brachte in Erfahrung, dass er von Philipp Öttl und Loris Baz sprach.

Jetzt hat sich das Blatt überraschend gewendet und Mauri erzielte mit Rinaldi – auch wegen dessen Sponsor Aruba – eine Einigung. Reizvoll für beide Parteien: Mit Rinaldi bekommt der Teamchef einen Fahrer, der über beste Beziehungen ins Werk nach Bologna und auch zum Werksteam verfügt. Und der fünffache Laufsieger kann weiterhin das schnellste Motorrad im Feld fahren, das er nach fünf Jahren in- und auswendig kennt. Bassani hat es in seinen drei Jahren für das Team sechsmal aufs Podium geschafft und preschte als Privatier erstaunliche 41 Mal in die Top-6.

Rinaldi hat für 2024 klare Vorstellungen: «Wir wissen, wie stark das Paket von Ducati ist. Wenn ich eine Ducati in einem anderen Team fahre, weiß ich, was wir leisten können. Wir wissen, dass in den letzten Saisons die Top-3 – Johnny, Toprak und Alvaro – den Unterschied ausmachten, da sie schwer zu schlagende Fahrer sind. Ich möchte dem Titanen-Trio beitreten und freue mich darauf, nächstes Jahr einen Platz zu haben, um sie erneut zu schlagen.»

Fahrer und Teams der Superbike-WM 2024:

Ducati:
Aruba.it: Alvaro Bautista (E), Nicolo Bulega (I)
Motocorsa: Michael Rinaldi (I)
Go Eleven: Andrea Iannone (I)
Marc VDS: Sam Lowes (GB)
Barni Spark: Danilo Petrucci (I)

Yamaha:
Pata Prometeon: Jonathan Rea (GB), Andrea Locatelli (I)
GYTR GRT: Dominique Aegerter (CH), Remy Gardner (AUS)
Motoxracing:
GMT94:

Honda:
HRC: Iker Lecuona (E), Xavier Vierge (E)
Petronas MIE:

BMW:
Motorrad Motorsport: Michael van der Mark (NL), Toprak Razgatlioglu (TR)
Bonovo action: Scott Redding (GB), Garrett Gerloff (USA)

Kawasaki:
KRT: Axel Bassani (I), Alex Lowes (GB)
Puccetti:
Orelac:
Pedercini:

Fett = offiziell bestätigt

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Happy Birthday, Marc Márquez!

Werner Jessner
Mit 31 Jahren startet der achtfache Weltmeister in den Herbst seiner Karriere. Möge er uns noch lange erhalten bleiben. Die MotoGP wäre sehr viel ärmer ohne ihn.
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