Yamaha steht vor Einigung mit neuem Kundenteam

Bestätigt: Yamaha R1 nur noch für die Rennstrecke

Von Ivo Schützbach
Hiobsbotschaft für Yamaha-Fans: Die R1 und R1M wird nicht für Euro5+ homologiert. Das bedeutet, dass diese Modelle ab 2025 nur noch als Rennstreckenmotorräder erhältlich sein werden.

Regelmäßige Besucher von SPEEDWEEK.com wissen von den Yamaha-Plänen, keine Euro5+-Version der R1 und R1M zu bauen. Das bedeutet, dass die aktuell nach Euro5 homologierten Bikes in Deutschland und Österreich nur noch bis Ende 2024 verkauft werden dürfen. Ob es, wie vereinzelt in der Vergangenheit geschehen, eine Fristverlängerung für Motorräder gibt, die sich schon bei den Händlern befinden, ist offen.

In der Schweiz ist die Situation weniger dramatisch: Alle Motorräder, die bis zum 31. Dezember 2024 importiert wurden, können beliebig lange als Neumotorräder zugelassen werden.

Seit dem 2021er-Jahrgang ist Yamahas R6 ein Rennstreckenmotorrad ohne Straßenzulassung, spezielle Händler betreuen in ihren GYTR Pro Shops (Genuine Yamaha Technology Racing) Rennfahrer und Hobbypiloten. In dieses System will Yamaha nach der R6 auch die nicht mehr straßenzugelassene R1 integrieren.

Yamaha-Rennchef Andrea Dosoli bestätigte dies gegenüber SPEEDWEEK.com. «In den vergangenen Jahren konnten wir beobachten, dass sich der Markt verändert hat», schilderte der Italiener im Vier-Augen-Gespräch. «Es haben sich auch die Erwartungen und die Nachfrage der Yamaha-Kunden verändert. Wenn man berücksichtigt, wie groß die Investition ist, um die Euro5+Norm zu erfüllen, und feststellt, dass die R-Serie zunehmend und inzwischen hauptsächlich auf der Rennstrecke benutzt wird, dann macht es Sinn, in diese Richtung zu gehen.»

Derzeit reden wir von einem europäischen Phänomen. «In allen Regionen, in denen kein Euro5+ verlangt wird, verkaufen wir die R1 auch weiterhin für die Straße», hielt Dosoli fest. «Wir werden sehen, wie sich unser Vorgehen in Europa auf die Verkäufe auswirkt. Mit den uns vorliegenden Informationen ist die R1 das populärste Motorrad für Track-Days. Wir gehen davon aus, dass unsere Kunden auch weiterhin dieses Bike genießen wollen. Die R1 ist jenes Motorrad, mit dem wir auch in Zukunft Rennen fahren werden – auf nationalem und internationalem Level, in der Langstrecken- und Superbike-WM. Wir werden dieses Bike auch weiterhin entwickeln, um konkurrenzfähig zu bleiben. In vielen Meisterschaften sind der Großteil der Motorräder blau. Gesamt gesehen würde ich sagen, dass 50 Prozent des Fahrerlagers blau ist, in Klassen, für die wir ein Motorrad haben – R3, R6, R7 und R1.»


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