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Superbike-Weltmeister Alvaro Bautista beendete den Trainings-Freitag in Assen als Schnellster. «Niemand kann vorhersagen, welche Bedingungen wir in den Rennen haben», sagt der Ducati-Star zum Wetterchaos in Drenthe.
16 Minuten vor Schluss wurde das zweite freie Training unterbrochen, weil ein Airfences-Element repariert werden musste. Während die Fahrer in der Box auf die Fortsetzung warteten, begann es auf dem TT Circuit – wieder einmal – zu regnen. Als es weiterging, waren die Piloten auf Regenreifen anfänglich rund 17 sec langsamer.
An den Bestzeiten in der kombinierten Liste aus FP1 und FP2 änderte sich deshalb in der finalen Viertelstunde nichts mehr, Weltmeister Alvaro Bautista (Aruba.it Ducati) beendete den Freitag als Schnellster vor Toprak Razgatlioglu (ROKiT BMW) und Remy Gardner (GRT Yamaha).
"Nach der Session hatte ich weiße Finger, so kalt war es", erzählte Bautista in kleiner Journalistenrunde. "Die Piste war weder am Vor- noch Nachmittag jemals richtig trocken, wegen wenig Gummi auf der Strecke gab es wenig Grip und der Wind blies verdammt stark. Auf der Gegengerade musste ich neben dem Motorrad hängen, sonst wäre ich auf dem Gras gelandet. Bei solchen Bedingungen ist es schwierig, ein Gefühl zu entwickeln oder sich Referenzpunkte zu erarbeiten. Ich konnte wegen des Winds keine zwei Runden auf der gleichen Linie fahren. Aber so oder so: Erster zu sein ist für mich besser als Zehnter. Das zeigt, dass alle straucheln. Am Samstag wird es darum gehen, sich an die herrschenden Bedingungen bestmöglich anzupassen."
Für Samstag ist ähnlich wechselhaftes Wetter vorhergesagt, am Freitag gab es von Sonnenschein bis Wolkenbruch alles.
"Dieses Wochenende geht es mehr ums Überleben, als darum, sich auf ein Rennen vorzubereiten", hielt Alvaro fest. "Niemand kann vorhersagen, welche Bedingungen wir in den Rennen haben werden. Das macht es sehr schwierig, eine gute Abstimmung zu finden oder mit den Reifen zu arbeiten. Was kommt, das kommt, du musst auf alles vorbereitet sein. Ich fahre weiterhin eine Ducati, habe nicht wie einige meiner Gegner das Fabrikat gewechselt oder komme aus einer anderen Kategorie, das ist ein Vorteil. Aber aus mir unerklärlichen Gründen funktioniert mein Set-up vom letzten Jahr nicht mehr, ich kann also nicht darauf zurückgreifen. Wichtig ist, dass mein Gefühl ähnlich gut ist wie in Barcelona."
Dort hat der 60-fache Laufsieger im sechsten Rennen zum ersten Mal in dieser Saison gewonnen. Für Bautista ein gutes Omen.
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