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Jonathan Rea (Yamaha): Von Alex Lowes abgeräumt

Für den ganz großen Wurf reichte es für Jonathan Rea beim Superbike-Meeting in Assen nicht, doch der Yamaha-Pilot holte die Pole und erreichte im Superpole-Race sein bestes Saisonergebnis. Im zweiten Rennen stürzte er.

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Jonathan Rea ist der erfolgreichste Superbike-Pilot in Assen, 17 Siege hat er mit Honda und Kawasaki eingefahren. Angesichts seiner Schwierigkeiten bei der Umstellung auf die Yamaha R1 hatte aber wohl niemand ernsthaft einen weiteren Triumph vom 37-Jährigen an diesem Wochenende erwartet, auch wenn der Nordire selbst das Podest für erreichbar hielt.

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Höhepunkt des sechsfachen Weltmeisters war die Pole-Position am Samstag. Und nach Platz 6 im ersten Lauf erreichte Rea als Fünfter im Superpole-Race als Fünfter sein bisher bestes Finish in diesem Jahr. Tiefpunkt war ein unverschuldeter Sturz im zweiten Lauf, weswegen der Yamaha-Pilot nur als 19. das Ziel erreichte.

Rea zieht nach dem dritten Saisonmeeting ein insgesamt versöhnliches Fazit. "Es war kein einfaches Wochenende, allerdings gab es auch positive Aspekte. Natürlich hoffte ich, konkurrenzfähiger zu sein, aber auf die Plätze 6 und 5 kann man aufbauen und so etwas wie im zweiten Lauf gehört leider zu unserem Sport", sagte Rea im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Im Superpole-Race traf ich die falsche Reifenwahl. Das nächste Mal höre ich auf meinen Instinkt und nehme den SC0 anstatt des SCQ, der nach wenigen Runden in Fetzen war. Im zweiten Lauf nahm ich den härteren Reifen, aber die R1 schöpft ihren Vorteil in maximaler Schräglage. Aber mir fehlte der Grip und konnte nicht mehr in der Gruppe mitmischen. Obwohl meine Rundenzeiten nicht viel langsamer waren, fiel ich immer weiter ab."

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Der Sturz passierte nach einem Kontakt mit seinem früheren Kawasaki-Teamkollegen Alex Lowes. "Ich war schon spät auf der Bremse, aber er stach innen hinein und stürzte dann in Schräglage. Sein Bike rutschte in mein Motorrad, weil ich außen neben ihm war", schilderte Rea. "Es tat mir leid für ihn, weil er in dieser Saison vorn mitmischt. Es gibt dadurch aber kein böses Blut zwischen uns. Wir haben uns schon im Paddock getroffen und er hat sich entschuldigt. Mir passierte dasselbe mit ihm, also sind wir quitt."

Es ist klar: Bei den sich in Assen ständig ändernden Bedingungen konnte Rea bei der Anpassung an die Yamaha kaum Fortschritte erzielen. "Richtig. Ich benötige mehr Zeit auf dem Motorrad und auch mit der Crew", mahnte Rea an. "Aber die Testtage sind limitiert und wir müssen klug mit ihnen umgehen. Die Yamaha macht in Assen Spaß, aber die Strecke ist mit der R1 wie eine andere Piste."

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