Toprak Razgatlioglu: Probleme ausblenden und zufahren
BMW-Aushängeschild Toprak Razgatlioglu beendete beide Testtage der Superbike-WM in Misano auf Platz 1, jeweils mit Rekordzeit. Der Konkurrenz dämmert, dass vom 42-fachen Laufsieger noch viel zu erwarten ist.
Phillip Island, Barcelona, Assen: Alles keine Strecken, die der BMW oder Toprak Razgatlioglu besonders gut liegen. Und doch ist der Türke nach den ersten neun Rennen des Jahres WM-Zweiter, liegt nur sechs Punkte hinter Titelverteidiger Alvaro Bautista (Ducati) und hat bereits drei Siege und sechs Podestplätze auf seinem Konto.
Die Tests am Donnerstag und Freitag beendete Toprak jeweils in Rekordzeit als Erster. Den Streckenrekord verbesserte der Türke mit seiner M1000RR am Freitag (inoffiziell) auf 1:32,535 min und blieb damit 0,482 min unter der Bestmarke von Bautista aus dem Vorjahr.
"Ich habe wegen des Regens nur zwei meiner drei Qualifyer benutzt", meinte Razgatlioglu im Interview von SPEEDWEEK.com. "Einen habe ich mit einer anderen Schwinge eingesetzt, da fuhr ich 1:32,9 min. Für sie hätte ich eine andere Abstimmung gebraucht. Ich hatte so viel Grip am Hinterrad, dass es mich übers Vorderrad schob. Mit meinem Basismotorrad gelang mir dann 1:32,5 min. Ich hätte 1:32,3 oder 1:32,4 min erwartet, das gelingt mir dann vielleicht während des Rennwochenendes. In meiner Runde machte ich einige Fehler, weil sich die Elektronik anders anfühlte. Das lag wohl am Wind und dem Regen, dadurch hatten sich die Gripverhältnisse etwas geändert."
"Es schaut so aus, als wäre ich für die Rennen gerüstet", meinte der Weltmeister von 2021 zu den bevorstehenden Aufgaben Mitte Juni auf dem Misano World Circuit. "Alle bei uns sind glücklich und geben ihr Bestes. Unser Motorrad arbeitet gut, auch wenn ich im letzten Sektor noch ein paar Schwierigkeiten habe. Manchmal muss man Probleme einfach ausblenden und zufahren. Manchmal gelingt das, manchmal muss man die Probleme aber auch lösen."
Sieht sich Razgatlioglu als Favorit für die Rennen in der Emilia-Romagna? "Dazu sage ich vor dem Rennen lieber nichts", schmunzelte das BMW-Ass. "Wir hatten keinen Öhlins-Techniker dabei und haben zwei Tage lang nichts an den Federelementen geändert, ich bin einfach gefahren. Konzentriert habe ich mich auf die Elektronik und die neue Schwinge, alles in allem lief es sehr positiv."
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