MotoGP: Pedro Acosta über seine Ansprüche

Geänderter Zeitplan: Wie es zu zwei Ausnahmen kommt

Von Ivo Schützbach
Für die SBK-Saison 2024 wurde wegen der neuen Frauen-WM der Zeitplan angepasst. Seither wird diskutiert, ob die Hauptklasse Superbike als Höhepunkt nicht besser als letztes fahren sollte.

Wegen der Integration der neuen Weltmeisterschaft für Frauen musste der SBK-Zeitplan für die Europarennen angepasst werden. Bis letztes Jahr war es so, dass am Sonntag erst das Rennen der Klasse Supersport ausgetragen wurde, dann fuhren die Superbikes und zum Abschluss die Youngster der 300er-Kategorie.

Im diesjährigen Sonntags-Zeitplan sind die Rennen der Supersport- und 300er-WM vertauscht, jetzt fährt die hubraumstärkere Supersport-Klasse zuletzt. Hintergrund ist, dass sich Promoter Dorna erhofft, so mehr Zuschauer an der Rennstrecke zu halten. Denn bislang war es so, dass viele Fans nach dem Superbike-Rennen zusammenpackten, obwohl die Supersport-300-WM unübertrefflich spannende Rennen produziert.

Einige Supersport-WM-Teamchefs lehnen den neuen Zeitplan ab, weil ihnen dadurch zusätzliche Kosten entstehen. «Jetzt brauche ich für Sonntag auf Montag zusätzliche Hotelzimmer, zusätzliche Abendessen und womöglich noch Mittagessen, wenn die Flüge nicht gerade am Montagmorgen sind», kritisiert Andrea Quadranti, Eigentümer des Teams MV Agusta Reparto Corse.

Yamaha-Rennchef Andrea Dosoli versteht die Bedenken der Teams, sieht aber auch eine Chance. «Die Dorna hat wahrgenommen, dass die Supersport-WM wächst», sagte der Italiener gegenüber SPEEDWEEK.com. «Das Interesse an der Klasse ist gestiegen, neue Hersteller kamen hinzu. Wir sollten dem neuen Zeitplan eine Chance geben und uns zur Saisonmitte anschauen, ob er sich bewährt.»

Zweimal wird der Ablauf dieses Jahr anders aussehen, in Magny-Cours und Portimao. Für diese beiden Events tauschen die Klassen Supersport und Superbike ihre Position im Zeitplan, womit die Superbikes den krönenden Abschluss des Tages bilden – so wie es in den Augen vieler Fans und Teams sein sollte.

Der Hintergrund ist leicht zu verstehen: Magny-Cours (6.–8. September) findet zeitglich mit der MotoGP in Misano statt. Um die TV-Kollision der beiden Hauptrennen MotoGP und Superbike am Sonntag um 14 Uhr zu vermeiden, wird der Superbike-Start auf 15.30 Uhr verschoben.

Und in Portimao (9.–11. August) wird erstmals Richtung Abendstunden gefahren, der Start des zweiten Superbike-Hauptrennens ist um 19 Uhr MEZ.

Als in der Superbike-WM noch beide Rennen am Sonntag ausgetragen wurden, waren die Startzeiten 12 und 15.30 Uhr. Von einer traditionellen Startzeit 14 Uhr kann in dieser Meisterschaft also keine Rede sein.


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