Johnny Rea (Yamaha): So lief sein Comeback in Cremona
Beim vierten Meeting der Superbike-WM 2025 fuhr Jonathan Rea nicht nur seine ersten Rennen in diesem Jahr, sondern zudem erstmals auf dem Cremona Circuit. Das Comeback des Yamaha-Piloten war kein Zuckerschlecken.
Nach seinem Sturz beim Phillip-Island-Test musste Jonathan Rea seine Ziele für die Superbike-WM 2025 neu definieren. Denn der sechsfache Weltmeister verpasste mit einem komplexen Mittelfußbruch nicht nur den Saisonauftakt in Australien, sondern auch die Meetings auf seinen Paradestrecken in Portimão und Assen. Auf dem Cremona Circuit gab der Yamaha-Werkspilot nach zehn Wochen sein langersehntes Comeback, wohl wissend, dass der Zeitpunkt dafür sehr früh gewählt war.
Dass Yamaha auf der Piste im Norden Italiens weniger konkurrenzfähig war als zuvor – sein Pata Maxus-Teamkollege Andrea Locatelli gewann in den Niederlanden den zweiten Lauf – kam für Rea zu den körperlichen Einschränkungen erschwerend hinzu. Auf hinteren Positionen hatte er ebenso ungewohnte Gegner.
"Es war ein härteres Wochenende, als ich erwartet hatte, aber irgendwo musste ich ja anfangen", sagte der 38-Jährige nach den Plätzen 19, 16 und 18. "Ich hatte mir für das Wochenende vorgenommen, im Kopf fit zu werden und mein Bestes zu geben, um alle drei Rennen fehlerfrei zu beenden. Natürlich war ich nicht so konkurrenzfähig, wie ich es mir gewünscht hätte. Wenn man aber bedenkt, dass ich den Fuß erst seit drei Wochen voll belaste und ohne Luftpolsterstiefel gehen kann, kann ich das akzeptieren."
Rea hatte im vergangenen Jahr ebenfalls mehrere schwere Verletzungen, weshalb er unter anderem das Debüt des Cremona Circuits im Kalender Superbike-WM verpasst hatte.
"Bei meinem Comeback auf einer Strecke, die außerdem sehr körperbetont ist, hat mein Oberkörper mehr gelitten als mein Fuß und Bein, um ehrlich zu sein. Denn ich habe viel mit den Armen kompensiert, um das Bein zu schonen", verriet Rea. "Auch wenn sich das Motorrad nicht perfekt anfühlte, hat das Team alles getan, um es mir leichter zu machen und mich durch dieses schwierige Wochenende zu bringen. Ich habe keinen Zweifel, dass bessere Tage kommen werden. Das war mein erstes Wochenende, und hoffentlich können wir von diesem Punkt aus weitermachen."
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