Formel 1: McLaren bekommt neuen Namen

Yari Montella will so sein wie Ducatis Nummer 1

Von Stephan Moosbrugger
Yari Montella studiert die Daten von WM-Leader Nicolo Bulega

Yari Montella studiert die Daten von WM-Leader Nicolo Bulega

Yari Montella bestreitet 2025 seine Rookie-Saison in der Superbike-WM. Ihm ist in Most ein bedeutender Schritt gelungen, um sein Gefühl mit der Ducati Panigale V4R zu verbessern. Er studiert die Daten von Nicolo Bulega.

Superbike-Rookie Yari Montella erzielte in der Saison 2025 bislang einige Top-10-Ergebnisse. Zuletzt konnte er in Most zwei achte Plätze einfahren. «Ich bin happy, denn unser Ziel ist es, uns Schritt für Schritt in jeder Session zu verbessern. Ich bin hier zu lernen, die Platzierungen sind momentan zweitrangig. Ich möchte so rasch als möglich an die Spitze kommen», betonte der Italiener. In der WM-Tabelle liegt er derzeit mit 38 Punkten auf Rang 16.

In der Supersport-WM wurde der 25-Jährige 2024 Dritter. Nach seinen guten Leistungen beförderte ihn Barni Ducati in die Superbike-WM. Dort hat er konkurrenzfähiges Material zur Verfügung, aber die Umstellung von der Panigale V2 auf die V4R ist eine Herausforderung. Es ist nicht nur die brachiale Leistung, sondern betrifft auch Elektronik, Fahrwerk, Gewicht und Fahrweise. Ein Superbike ist viel komplexer als die Supersport-Ducati.

Hat Montella die große Panigale schon komplett verstanden? «Wir fangen an, das Bike besser zu verstehen. In den letzten Rennen konnten wir Fortschritte erzielen, und auch beim Test konnten wir einen großen Schritt machen – ich fühle mich sehr gut auf dem Bike», gab Montella zu Protokoll. Mit was hat sich der Klassenneuling beim Misano-Test vor zwei Wochen beschäftigt? «Wir haben an dem guten Gefühl für das Motorrad weitergearbeitet, das wir in Most gefunden haben – es ist ein Prozess. Ich hatte beim Test keine großartigen Dinge zum Testen, es ging allein darum, das Feeling für das Bike zu verbessern.»

Welchen Fortschritt konnte er mit der Ducati in Most machen? «Ich habe verstanden, wie ich das Bike fahren muss», meinte Montella. «Wir haben beim Motorrad einige Anpassungen vorgenommen und ich habe meinen Fahrstil angepasst. Ich hatte in Most viel mehr Gefühl für die Front, denn ich bin generell ein Pilot, der viel über die Front fährt. Ich brauche deshalb in diesem Bereich die Stabilität.» Was kann der Barni-Ducati-Pilot noch verbessern, um einen weiteren Schritt zu machen? «Ich muss noch härter bremsen, aber es ist alles ein Prozess. Ich studiere auch die Daten der anderen, wie jene von Bulega. Ich muss mich beim Bremspunkt noch verbessern», weiß Montella.

Neben dem Motorrad ist auch das Niveau der Fahrer in der Superbike-WM ein anderes. «In der Supersport-WM kämpfen die ersten fünf bis sieben Fahrer um die Top-Positionen, hier sind alle sehr stark.»

Am kommenden Wochenende findet auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli das sechste Saisonevent statt. Dort konnte Montella letztes Jahr in der Supersport-WM zweimal Platz 2 einfahren. «Ich mag diese Strecke, ich kenne sie schon seit einigen Jahren. Mein Ziel ist es, wieder ein gutes Gefühl mit dem Bike zu haben und dieses zu verbessern», gab er die Marschrichtung vor. «Die Bedingungen werden unterschiedlich sein im Vergleich zum Test. Es war damals um einiges kühler. Somit wird auch die Strecke sehr unterschiedlich sein. Du musst anders fahren, weniger aggressiv. Aber es ist für alle gleich.»

Mit Danilo Petrucci hat Montella einen erfahrenen und schnellen Teamkollegen an seiner Seite. Wie eng arbeitet er mit dem Routinier zusammen – hilft er ihm, um in der Superbike-WM voranzukommen? «Wir fahren in einer Meisterschaft, in der man nicht viel Zeit hat zum Reden», gab der Rookie zu verstehen. «Aber es kam schon vor, dass ich ihn einiges gefragt habe, so wie in Assen. Dort hat er mir geholfen und erklärt, wie ich die letzte Schikane fahren muss. Wir haben aber auch beide einen sehr unterschiedlichen Fahrstil – ich steuere das Motorrad viel über die Front, er setzt viel das Heck ein. Er fährt zudem andere Linien als ich. Ich vergleiche mich mehr mit Bulega, denn sein Fahrstil ist dem meinen viel ähnlicher. Bereits in meinem ersten Jahr mit Barni in der Supersport-WM habe ich auf ihn geschaut, als er Weltmeister wurde.»

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