Yamaha R1 mit Winglets: Andrea Locatelli zieht Bilanz
Vor einem Jahr brachte Yamaha mitten in der Superbike-Saison ein mit Winglets ausgestattetes neues Homologationsmodell der R1. Was es gebracht hat, sagt Werkspilot Andrea Locatelli.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
Werbung
Das Meeting in Magny-Cours war für Yamaha ein guter Zeitpunkt, um in der Superbike-WM Bilanz zu ziehen. Denn die aktuelle R1 mit Winglets debütierte Ende September 2024 in Cremona, Magny-Cours vor einem Jahr wurde mit dem vorherigen Modell bestritten.
Werbung
Werbung
Damals wie heute ist Andrea Locatelli der beste Yamaha-Pilot in der Gesamtwertung. Drei Rennen vor Saisonende belegt der 28-Jährige mit 236 Punkten (1 Sieg, 4 Podestplätze) den vierten WM-Rang – vier Punkte mehr als in der gesamten Saison 2024, als Locatelli WM-Siebter war. "Im vergangenen Jahr hat uns das neue Bike nicht viele Vorteile gebracht, wahrscheinlich wegen der Regeln", sagte der Italiener auf Nachfrage von SPEEDWEEK.com-Chefredakteur Ivo Schützbach. "Mit der neuen Balanceregel und der vielen Arbeit, die wir im Winter in das Projekt hineingesteckt haben, ist es besser geworden. Wobei wir auch 2024 schwierige und bessere Wochenenden hatten – gegen Saisonende habe ich einen Podestplatz eingefahren oder bin auf Podestkurs gestürzt. In diesem Jahr bin ich etwas konstanter, mache weniger Fehler, und das hat uns nach vorn gebracht. Was die reine Performance angeht, halte ich die beiden Bikes für recht ähnlich." Ducati entwickelt seit mehreren Monaten eine neue V4R, die ab der Superbike-WM 2026 eingesetzt werden wird. Was hat Yamaha für die kommende Saison im Köcher? "Wie alle arbeiten auch wir kontinuierlich an Verbesserungen. Ducati bringt ein neues Motorrad, aber ob und wie viel besser es sein wird, weiß man noch nicht. Ich wünsche es ihnen nicht, aber vielleicht passiert ihnen ein Fehler, man weiß es nicht", meinte der Italiener. "Jede Saison schreibt ihre eigene Geschichte und möglicherweise ändert sich das Reglement erneut. Meine Aufgabe ist es, aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste herauszuholen, und nur darauf fokussiere ich mich. Was ich sagen kann, ist, dass wir für die Wintertests ein strammes Programm haben und einiges ausprobieren werden."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.