«Bin nur Passagier»: Bautista trotz Podium frustriert
Bei der Superbike-WM in Aragon scheiterte Alvaro Bautista beim Versuch, den Vorjahreserfolg zu wiederholen: Am Sonntag fuhr der Ducati-Pilot zwei Mal aufs Podium, war damit aber nicht zufrieden.
Mit zwei dritten Plätzen am Samstag erlebte Alvaro Bautista bei der Superbike-WM in Aragon einen soliden Arbeitstag. Besonders glücklich war der Spanier mit diesem Resultat aber nicht. Auch der Frust vom Samstag, als Bautista in aussichtsreicher Position stürzte, war noch präsent.
"Zu einem Teil bin ich zufrieden, zum anderen aber auch nicht. Die Enttäuschung von gestern ist stärker als die Freude von heute", hielt Bautista beim Treffen mit den Medienvertretern in Aragon am Sonntagnachmittag fest.
"Das Wochenende lief eigentlich ganz gut. Ich kam gut mit dem Motorrad zurecht und war konkurrenzfähiger als zuletzt. In der Superpole gelang uns eine gute Rundenzeit. Im Rennen am Samstag fehlte mir von Beginn an etwas. Ich weiß nicht, was das Problem war", grübelte der Ex-Weltmeister.
Ein Sturz in Kurve 15 beendete das Samstags-Rennen vorzeitig. "Ich ärgerte mich stark über mich selbst. Mir war klar, dass ich eine gute Chance nicht genutzt habe. Selbst mit den Problemen konnte ich ums Podium kämpfen", ärgerte sich der Spanier.
Der Sonntag lief deutlich besser, auch wenn Bautista nicht an die Form vergangener Jahre anknüpfen konnte. "Wie gewohnt hatte ich in den ersten Runden zu kämpfen. Später fuhr ich dann das Tempo der Spitze. Das reicht aber nicht", so Bautista.
Er schimpfte ein weiteres Mal über das kombinierte Mindestgewicht: "In den ersten Runden ist es für mich unmöglich mit dem Gewicht. Ich bin nur Passagier auf dem Motorrad. Ich befinde mich nicht in der gleichen Situation wie die anderen Fahrer. Es ist nicht fair."
Mit dem dritten Platz im Sprint konnte Bautista für Lauf 2 einen Platz in der ersten Startreihe sicherstellen. Doch die Anfangsphase verlief holprig. "Einige Fahrer überholten mich zu Beginn. Im Gegensatz zu gestern versuchte ich heute, den Reifen zu Rennbeginn nicht so stark zu beanspruchen. Mir war bewusst, dass ich dadurch zeitweise langsamer bin, doch ich blieb ruhig. Ich ließ die Runden vergehen und pushte, als das Gefühl besser wurde. Ich überholte einige Fahrer und kam näher heran. Aber es reichte nicht aus", bedauerte der Ducati-Pilot.
Den Sieg machten Nicolo Bulega und Toprak Razgatlioglu untereinander aus. Am Samstag triumphierte Razgatlioglu, heute war Bulega vorn. Bautista erwartet, dass das WM-Duell bis zum Saisonfinale in Jerez offen bleibt. "Ich hoffe, dass ich nah dran sein kann, um das Duell zu beobachten. Natürlich wäre es noch schöner, sie zu besiegen. Doch das bezweifle ich stark", zeigt sich Bautista nur bedingt optimistisch.
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