Chaz Davies erklärt, was die Ducati Panigale braucht

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Ist die Ducati 1199 Panigale ein viel besseres Motorrad, als die miserablen Ergebnisse in der Superbike-WM 2013 vermuten lassen? Neuzugang Chaz Davies ist überzeugt davon.

Zwei Pole-Positions (Phillip Island, Nürburgring) und ein dritter Rang in Moskau sind die klägliche Erfolgsausbeute von Ducati in der abgelaufenen Saison. Bei normalen Bedingungen hatten Carlos Checa und Ayrton Badovini meist nicht viel zu bestellen. Schnell wurden Rufe laut, die Ducati 1199 Panigale würde nichts taugen.

«Wenn Checa beim Saisonauftakt in Australien die schnellste Pole-Runde aller Zeiten fährt, kann am Motorrad nicht alles schlecht sein», betonte Superbike-Direktor Ernesto Marinelli stets.

Bei Ducati gab es 2013 viele Probleme: Checa und Badovini waren dauerverletzt, fuhren kaum ein Rennen im körperlichen Topzustand. Gleichzeitig zeigten die eingesetzten Ersatzfahrer Michele Pirro, Niccolò Canepa und Javier Fores mit der Panigale verblüffenden Speed, obwohl sie das Motorrad kaum kannten.

Nur 0,2 sec auf die Bestzeit verloren

Als Mitte November Ducati-Neuzugang Chaz Davies auf die Panigale stieg, war er im MotorLand Aragón auf Rennreifen nur 0,2 Sekunden langsamer als Bestzeithalter Jonathan Rea (Pata Honda). Und das auf einer Strecke, die wegen ihrer langen Geraden zu den problematischsten für Ducati zählt.

«Ich kann mit der Panigale höhere Kurvengeschwindigkeiten fahren als mit der BMW», hielt der Waliser fest. «Wenn du in der Kurve aber jemanden vor dir hast und deinen Speed nicht umsetzen kannst, dann kommst du auf keine gute Rundenzeit. Das war ein großes Problem der Ducati-Fahrer in diesem Jahr: Wenn sie in einer Gruppe fuhren, kamen sie kaum nach vorne. In den Kurven konnten sie nicht so schnell fahren wie möglich, und auf der Geraden waren sie zu langsam.»

Davies weiter: «Aus den Rennen in diesem Jahr kannte ich die Stärken und Schwächen des Motorrades. Natürlich wusste ich nicht alles, aber es ist so, wie ich erwartet habe. Dass es an Topspeed fehlt, ist das größte Problem – aber nicht das einzige. Das Motorrad ist nicht so schlecht. Das Chassis ist nicht schlecht, das Drehmoment im unteren Drehzahlbereich ist nicht schlecht. Wir müssen aber die Spitzenleistung verbessern. Das steht ganz oben auf unserer Liste.»

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