Kevin Wölbert: Durch das Feuer öfter in Deutschland

Von Manuel Wüst
Kevin Wölbert

Kevin Wölbert

Kevin Wölbert hat die Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft gewonnen und im Einzel Platz 2 eingefahren. Der Heidhofer ist zufrieden, hätte aber gerne beide Titel geholt.

Die Saison 2022 neigt sich für Kevin Wölbert bereits dem Ende entgegen. Ein bewegtes Jahr, das mit einem verheerenden Brand in seiner Werkstatt furchtbar begann, dafür aber mit einem Titel und einer Vizemeisterschaft abschließt.

In Stralsund gewann Wölbert die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft und unterlag bei der Deutschen Einzelmeisterschaft in Herxheim nur Überflieger Norick Blödorn (18). In den Ligarennen, auf die Wölbert sein Hauptaugenmerk legt, ist er nur mit Polen zufrieden.

«Zum Ende hin war es in Polen gut, dort habe ich meinen Vertrag auch um ein Jahr verlängert», erzählte Kevin SPEEDWEEK.com. «In Schweden und Dänemark hatte ich mir etwas mehr ausgerechnet, aber die Dänen sind in ihrer Liga mit einem rein dänischen Team sehr gut gefahren und in Schweden habe ich in dem einen Rennen nicht abgeliefert. Ich habe die Meisterschaft mit Stralsund gewonnen und natürlich wäre es schöner gewesen, beide Titel nach Haus zu holen. Das ist mir noch nicht gelungen, aber so ist Speedway. Ich habe jetzt mit Pardubitz eventuell noch ein Rennen auf dem Zettel.»

Da es in Deutschland keine Bundesliga mehr gibt und der Mannschaftsmeister in nur einem Rennen ermittelt wurde, konnten die heimischen Fans den 33-Jährigen überwiegend bei offenen Veranstaltungen sehen. «Durch den Brand bin ich in Deutschland sogar öfter gefahren. Und in meinem Umkreis, wo ich die meisten Fans und Sponsoren habe, bin ich relativ alle Rennen gefahren. Sonst hat Polen Priorität für mich. Dort verdiene ich mein Geld, da lebe ich von und da fahre ich auch vor den Rennen rechtzeitig hin und bereite mich vor.»

Bei Prädikatsrennen sah die Welt anders aus, für Wölbert haben solche Einsätze keinen Vorrang: «Ich hatte die Anfrage bekommen. Nach dem Brand wäre ich eher die EM gefahren, dann kam aber der Ukraine-Krieg und es hat sich wieder was geändert. Ich wurde noch mal kurzfristig gefragt, habe das aber abgesagt, weil ich da ein Rennen in Polen hatte. Wenn man da zweimal fehlt, ist man raus. Ich habe mich zurückgezogen und aus der Nationalmannschaft bin ich jetzt so über die Jahre auch raus. Vielleicht nächstes Jahr. Ich konnte nicht auf zehn Hochzeiten tanzen, nachdem was im Frühjahr war. Und ich wollte mich aufs Wesentliche konzentrieren.»

Ergebnisse Speedway-DM Herxheim/D:

1. Norick Blödorn, 15 Punkte
2. Kevin Wölbert 14
3. René Deddens 13
4. Michael Härtel 11
5. Lukas Fienhage 11
6. Marius Hillebrand 9
7. Valentin Grobauer 9
8. Erik Bachhuber 7
9. Fynn Ole Schmietendorf 6
10. Jonny Wynant 5
11. Lukas Baumann 5
12. Dennis Helfer 5
13. Nick Colin Haltermann 5
14. Maximilian Troidl 3
15. Ann-Kathrin Gerdes 0

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