Formel 1: Reaktion auf Sabotage-Vorwurf

Schicksal von Darcy Ward (23): Schock für Australien

Von Helge Pedersen
Darcy Wards schwerer Sturz in Polen letzten August schreckte die Speedway-Welt auf, ließ sie aber auch enger zusammenrücken. Australiens Nummer 1 Jason Doyle über die längerfristigen Auswirkungen.

Der Queenslander Darcy Ward galt als eines der größten Speedway-Talente, welches die Welt je sah. Er wurde zweimal U21-Weltmeister und fuhr schon zu Juniorenzeiten auf dem Level der Besten. Einzig sein Lebenswandel verhinderte, dass er auch im Grand Prix voll durchstartete.

Seit August 2015 ist der 23-Jährige an den Rollstuhl gebunden, bei einem Sturz in Grünberg/Polen zog er sich schwere Rückenverletzungen zu. Seither bekunden Fans, Clubs und Fahrer allerorts ihre Solidarität und unterstützen den Australier wo es geht.

Wards Unfall stimmte viele Fahrerkollegen nachdenklich, ihnen wurde vor Augen geführt, dass auch das größte Talent nicht vor Verletzungen geschützt ist. «Sein Schicksal hat jeden von uns mitgenommen», räumt Jason Doyle ein, als WM-Fünfter Australiens derzeitige Nummer 1. «Über so etwas denkt man nach. Jeder von uns hat es im Hinterkopf, das wünscht man keinem. Dieses Mal war es so, dass es einen Landsmann erwischt hat, das schockiert einen besonders.»

Ein schwerer Rückschlag für den Speedway-Sport in Australien, ein Talent wie Ward kommt nicht jeden Tag um die Ecke. «Jeder weiß, wie gut Darcy war», unterstreicht Doyle. «Vor seiner Verletzung zählte er zu den besten Fahrern der Welt. Er hätte es leicht in die Top-3 schaffen können und war unglaublich. Immer wieder saßen wir anderen Fahrer da und fragten uns, wie er das macht. Ihm zuzusehen war eine Freude. Mir ist bis heute nicht klar, wie er so viel Geschwindigkeit durch die Kurven mitnehmen und wie er Speed aufbauen konnte. Hoffentlich finden wir im australischen Speedway-Sport einen anderen Darcy Ward. Wir haben viele Nachwuchsfahrer, aber es wird eine Weile dauern.»

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