Speedway-EM-Finale Thorn: Die Szenarien im Titelkampf

Von Manuel Wüst
Speedway-EM
Ein Sinnbild? Robert Lambert vor Leon Madsen

Ein Sinnbild? Robert Lambert vor Leon Madsen

Die Speedway-Europameisterschaft 2020 steht kurz vor der Entscheidung. Robert Lambert und Leon Madsen werden den Titel aller Wahrscheinlichkeit nach unter sich ausmachen. Der Sieger fährt 2021 automatisch im Grand Prix.

Dass der Däne Mikkel Michelsen seinen Europameistertitel aus dem Vorjahr verteidigt ist ebenso nur noch theoretisch möglich, wie dass der Russe Grigorij Laguta als Dritter der Gesamtwertung noch in den Titelkampf eingreifen kann. Vor dem letzten Rennen der fünf Events umfassenden Speedway-EM im polnischen Thorn (Torun) haben Michelsen mit 38 und Laguta mit 44 Punkten bereits einen großen Rückstand auf das führende Duo Robert Lambert und Leon Madsen.

Lambert hat vor dem letzten Rennen der Serie nach einer starken Leistung in Gnesen (Gniezno) mit 53 Punkten die Führung von Madsen übernommen, der 51 Punkte auf dem Konto hat. Madsen hat die ersten drei Rennen in Thorn, Bromberg und Rybnik gewonnen, ehe Lambert am vergangenen Donnerstag siegte und den Spieß umdrehte.

Lambert und Madsen sind die Favoriten, die Szenarien sind schnell erklärt: Fährt Madsen am kommenden Mittwoch Maximum und schlägt dabei Lambert zweimal, kann er zumindest ein Stechen um den Titel erzwingen, während es für Lambert schon reicht, nur maximal einen Punkt auf Madsen einzubüßen, um seinen ersten Europameistertitel klarzumachen. Und sich damit ebenfalls einen fixen Startplatz im Speedway-GP 2021 zu sichern.

Im laufenden Wettbewerb konnte der Däne Madsen zwar dreimal siegen, doch Lambert konnte in jedem Rennen zweistellig punkten und Madsen erwischte im Finale in Gnesen einen rabenschwarzen Abend mit nur neun Zählern. Lambert erlebte seinen Tiefpunkt der Serie in Rybnik, als er im Last-Chance-Heat nicht vom Start loskam und so alle Chancen auf das Finale einbüßte.

In Thorn hatte Lambert beim Auftakt der Speedway-EM zu Beginn des Monats zwar auf dem Siegerpodest das Nachsehen gegenüber Madsen, doch der Engländer holte mit 14 Punkten zwei mehr als der Sieger. Dass Madsen in Thorn liefern kann, bewies er im Vorjahr, als er im finalen Speedway-Grand-Prix zwar hinter dem Polen Bartosz Zmarzlik Vizeweltmeister wurde, aber mit 21 Punkten ein tadelloses Rennen fuhr.

Die Voraussetzungen für ein packendes EM-Finale sind gegeben: Der 22-jährige Lambert gegen den 31-jährigen Madsen. Ein Duell, das man in Deutschland aus der Speedway-Bundesliga bestens kennt: Madsen fuhr, bevor er in den Speedway-GP einzog, lange für die Landshuter Devils, Lambert war für die DMV White Tigers am Start.

Das Rennen aus Thorn kann am kommenden Mittwoch ab 19 Uhr live im Eurosport-Player verfolgt werden.

Stand nach 4 von 5 Rennen:

1. Robert Lambert (GB), 53 Punkte
2. Leon Madsen (DK), 51
3. Grigorij Laguta (RUS), 44
4. Mikkel Michelsen (DK), 38
5. Bartosz Smektala (PL), 35
6. Nicki Pedersen (DK), 35
7. Timo Lahti (FIN), 32
8. David Bellego (F), 28
9. Bartosz Zmarzlik (PL), 25
10. Kacper Woryna (PL), 24
11. Vaclav Milik (CZ), 23
12. Andrej Kudriashov (RUS), 21
13. Krzysztof Kasprzak (PL), 20
14. Peter Ljung (S), 18
15. Michael Jepsen Jensen (DK), 18
16. Emil Sayfutdinov (RUS), 14
17. Kai Huckenbeck (D), 13
18. Patryk Dudek (PL), 8
19. Oskar Fajfer (PL), 3
20. Igor Kopec-Sobczynski (PL), 1

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