Speedway-GP Lublin 2: Artem Laguta schlägt zurück

Von Manuel Wüst
Es sah nach dem vierten Sieg von Bartosz Zmarzlik im zweiten Speedway-GP in Lublin aus, doch Artem Laguta stürmte im Finale in Front. Laguta hält den Titelkampf spannend, aus dem sich Maciej Janowski verabschiedet hat.

Die Top-Vier des Freitags gewannen die ersten vier Läufe im zweiten Grand Prix im polnischen Lublin, das Quartett sollte am Ende des Abends inklusive Wildcard-Fahrer Dominik Kubera auch wieder im Finale stehen. Erneut nur Zuschauer im Finale war Maciej Janowski, der nach den ersten vier Grands Prix in Prag und Breslau noch voll im Titelkampf steckte und die WM sogar anführte. Der 30-Jährige erlebte in Lublin erneut einen Abend zum Vergessen, wurde mit nur vier Punkten in den Vorläufen Vorletzter und stürzte in der Gesamtwertung deutlich aus den Medaillenrängen.

Neben dem überraschend schwachen Abschneiden Janowskis produzierte der Grand Prix in Lublin auch am zweiten Rennabend manche Überraschung. Denn auch Leon Madsen, der sonst konstant in die Top-Acht fährt, verpasste diese deutlich und liegt in der Gesamtwertung weiterhin außerhalb der Top-6, die einen Platz im Grand Prix 2022 garantieren.

Auf Kurs ins Halbfinale lag der Slowake Martin Vaculik, der im zwölften Lauf verletzt ausschied. Der Schwede Fredrik Lindgren fuhr mit ansteigendem Vorderrad nach dem Start lange geradeaus, brachte dadurch sein Motorrad erst spät in den Drift zur Einfahrt in die erste Kurve und räumte dabei Vaculik und Jason Doyle ab. Während Doyle erneut fahren konnte, war für Vaculik mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch der Abend gelaufen.

Lindgren war auch im vierten Durchgang in eine prekäre Situation verwickelt: Bei einer Attacke auf Janowski kam es erneut zu einer Berührung, nach der Janowski sich gerade noch auf dem Bike halten konnte. Referee Krister Gardell disqualifizierte Lindgren nachträglich für sein hartes Manöver. Mit einem Sieg im fünften Durchgang machte Lindgren seinen Platz im Semifinale dann jedoch souverän klar und kam wie am Freitag ins Finale.

Im Finale setzte sich nach dem Start zunächst Zmarzlik, der sich mit hartem Einsatz vor Laguta brachte, mit Kubera in Front. Laguta schnappe sich zunächst Kubera und konnte dann auch noch Zmarzlik überholen und so dessen vierten Sieg in Folge verhindern. Den dritten Rang sicherte sich erneut sensationell Wildcard-Pilot Dominik Kubera, der Lindgren auf Distanz halten konnte.

In der Zwischenwertung haben sich Zmarzlik und Laguta inzwischen deutlich von den Verfolgern abgesetzt.

Ergebnisse Speedway-GP Lublin/PL:

1. Artem Laguta (RUS), 13 Vorlaufpunkte
2. Bartosz Zmarzlik (PL), 14
3. Dominik Kubera (PL), 10
4. Fredrik Lindgren (S), 10
5. Emil Sayfutdinov (RUS), 9
6. Max Fricke (AUS), 7
7. Tai Woffinden (GB), 9
8. Anders Thomsen (DK), 8
9. Robert Lambert (GB), 7
10. Jason Doyle (AUS), 6
11. Martin Vaculik (SK), 5
12. Leon Madsen (DK), 5
13. Krzysztof Kasprzak (PL), 5
14. Matej Zagar (SLO), 3
15. Maciej Janowski (PL), 2
16. Oliver Berntzon (S), 1
17. Mateusz Swidnicki (PL), 0
18. Wiktor Lampart (PL), 0

1. Semifinale: 1. Bartosz Zmarzlik, 2. Fredrik Lindgren, 3. Emil Sayfutdinov, 4. Anders Thomsen

2. Semifinale: 1. Artem Laguta, 2. Dominik Kubera, 3. Max Fricke, 4. Tai Woffinden

Finale: 1. Artem Laguta, 2. Bartosz Zmarzlik, 3. Dominik Kubera, 4. Fredrik Lindgren

Stand nach 6 von 11 Rennen:

1. Bartosz Zmarzlik (PL), 101 Punkte
2. Artem Laguta (RUS), 100
3. Fredrik Lindgren (S), 80
4. Emil Sayfutdinov (RUS), 79
5. Maciej Janowski (PL), 72
6. Tai Woffinden (GB), 65
7. Leon Madsen (DK), 59
8. Max Fricke (AUS), 52
9. Jason Doyle (AUS), 47
10. Martin Vaculik (SK), 45
11. Robert Lambert (GB), 41
12. Anders Thomsen (DK), 35
13. Dominik Kubera (PL), 34
14. Matej Zagar (SLO), 27
15. Krzysztof Kasprzak (PL), 14
16. Oliver Berntzon (S), 10
17. Gleb Chugunov (PL), 8
18. Jan Kvech (CZ), 7

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