Speedway: Discovery Gruppe leitet eine neue Ära ein

Von Manuel Wüst
Multi-Weltmeister Tony Rickardsson, FIM-Boss Jorge Viegas und Francois Ribeiro von der Discovery Gruppe (v.l.)

Multi-Weltmeister Tony Rickardsson, FIM-Boss Jorge Viegas und Francois Ribeiro von der Discovery Gruppe (v.l.)

Die Discovery Gruppe hat im Vorfeld der letzten beiden Grands Prix in Thorn die zukünftigen Pläne für den Speedway-Sport präsentiert. Wer grundlegende Revolutionen erwartet hat, wird enttäuscht.

FIM Speedway Grand Prix, FIM Speedway Grand Prix 2 und FIM Speedway Grand Prix 3: Die Betitelung mit den Zahlen 2 und 3 kennen wir aus MotoGP, Moto2 und Moto3. Eine solche Struktur bekommt ab nächstem Jahr auch der Speedway-Sport, denn der neue Rechteinhaber und Vermarkter Discovery verfolgt eine Strategie, die den Nachwuchs und die Stars der Szene im Speedway-Grand-Prix zusammenbringen wird.

«Der Speedway-Grand-Prix steht über allem», verkündete Francois Ribeiro als Boss von Discovery Sports Events. Er soll laut den Plänen der Discovery Gruppe in den kommenden Jahren wachsen und auf lange Sicht 15 Rennen umfassen, die von März bis November ausgetragen werden. Das Ziel, den Sport in neue Märkte zu bringen, ist nicht neu und wurde mehrfach verfolgt.

Im Zuge der Präsentation wurde für den Speedway-Grand-Prix klar erkennbar, dass dieser mit dem SGP 2 und SGP 3, der U21- und U16-Weltmeisterschaft, verwachsen soll. Denn die Finalrennen der Nachwuchsserien werden an GP-Wochenenden ausgetragen und die Fahrer der SGP 2 und SGP 3 werden in die Events des Grand Prix eingebunden.

Ein Grand Prix wird sich künftig auf einen Tag mit Training, Qualifying und dem Rennen als Hauptevent beschränken und dem Fan die Möglichkeit geben, die gesamte Action an einem Tag zu erleben.

Für 2022 bietet der GP-Kalender als neuen Austragungsort bisher lediglich das Millenium Stadion in Gorican, wo der erste Grand Prix stattfinden wird, sowie eine noch nicht festgelegte Rennstrecke in Australien. Ansonsten beinhaltet der Kalender inklusive dem Deutschland-GP in Teterow bisher wenig Neues. Auch das Rennformat, das sich nach Aussage von Ribeiro bewährt hat, soll erhalten bleiben.

Auch das Speedway der Nationen wird weiterhin ausgetragen, aber alle drei Jahre vom World-Cup abgelöst. Das gesamte Turnier inklusive der Vorrundenrennen und Finalrennen an einem Ort auszutragen, ist nicht neu – 2022 wird das im dänischen Esbjerg sein.

Verbessert werden soll bei allen Events die weltweite TV-Vermarktung, bei der die Discovery Gruppe auf ihr eigenes Netzwerk mit Discovery und Eurosport setzt. Über dieses Netzwerk soll der Sport an Popularität gewinnen. Auch plant die Discovery Gruppe das TV-Erlebnis der Rennen zu verbessern und in den kommenden Jahren dreimal mehr TV-Seher zu erreichen, als das 2019 der Fall war. Abgerundet werden soll das Speedway-TV-Erlebnis mit einer zehnteiligen Dokumentation, die über das gesamte Jahr hinweg gedreht wird und in den Wintermonaten um Weihnachten herum ausgestrahlt werden soll.

Die ehrgeizigen Pläne der Discovery Gruppe werden wir in nächster Zeit auf SPEEDWEEK.com eingehend beleuchten.

Speedway-Jahreskalender 2022:

Grand Prix:

30. April – Gorican (HR)
14. Mai – Warschau (PL)
28. Mai – Prag (CZ)
4. Juni – Teterow (D)
25. Juni – Landsberg (PL)
9. Juli – Togliatti (RUS)
13. August – Cardiff (GB)
27. August – Breslau (PL)
10. September – Vojens (DK)
17. September – Malilla (S)
1. Oktober – Thorn (PL)
5. November – Ozeanien

SGP 2 (U21-Weltmeisterschaft):
27. Mai – Prag (CZ)
14. August – Cardiff (GB)
30. September – Thorn (PL)

SGP 3 (U16-Weltmeisterschaft):
26. August – Breslau (PL)

Speedway der Nationen:
Ende Juli – Esbjerg (DK)

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