Dänemark und Schweden siegen – Deutschland raus

Von Manuel Wüst
Erik Riss war punktbester Deutscher

Erik Riss war punktbester Deutscher

Das Finale der Speedway-Team-EM findet ohne deutsche Beteiligung statt. Auf den zweiten Platz, der eine Qualifikation ermöglicht hätte, fehlten in Danzig vier Punkte. Entsprechend ernüchtert ist man im deutschen Lager.

Das Finale zur Speedway-Team-Europameisterschaft findet nach den Halbfinals im polnischen Danzig und Pardubitz in Tschechien ohne deutsche Beteiligung statt. Wie erwartet, legten die favorisierten Schweden in Danzig und die Dänen in Pardubitz bei den Halbfinals stark los und übernahmen bereits früh die jeweilige Führung.

Bis zur Halbzeit des Rennens in Danzig hielt auch das deutsche Team, das ohne GP-Fahrer Kai Huckenbeck antrat, noch voll im Kampf um den zweiten Gesamtrang mit. Der hätte die Chance auf ein Weiterkommen offen gehalten.

Als das deutsche Team schwächelte, wurden die Letten stärker und gaben inklusive einer Disqualifikation im letzten Durchgang nur sechs Punkte ab. Damit übertrumpften sie die deutsche Auswahl. «Die ersten beiden Durchgänge liefen besser als erwartet, Schweden hat dominiert und wir als Team dahinter. Gerade Norick als Reserve schlug genauso ein wie Erik Riss in den ersten Outings», analysierte Teamchef Mathias Bartz das Rennen.

Und Bartz weiter: «Dann war es, als wäre ein Schalter umgelegt worden, denn es lief ab dem dritten Durchgang nicht mehr ganz so rund. Die Bahn hatte sich geändert, das hat den anderen Teams besser gepasst. Kevin hat einfach kein ordentliches Set Up gefunden. Er hat das Motorrad getauscht, die Abstimmung von links auf rechts gedreht und somit versucht das Bestmögliche rauszuholen, es hat jedoch nicht gereicht. Für Sandro und Vale war es unglaublich schwer. Beide haben gut angefangen, aber als wir die Punkte gebraucht und die Chance gewittert haben, musste ich Norick bringen und Erik als taktische Reserve. Die Beiden haben sich nicht ansatzweise beschwert und es vorbildlich und mannschaftsdienlich hingenommen.»

Während Schweden einen deutlichen Sieg einfuhr, schlossen die Letten das Rennen mit 31 Punkten auf dem zweiten Rang ab. Das reichte aber nicht zum Weiterkommen aus, genauso wenig wie für Deutschland auf Rang drei. «Ich glaube, wir sind alle enttäuscht, aber einen Vorwurf kann man Niemandem machen. Es haben alle gekämpft und alles versucht», so das abschließende Fazit von Mathias Bartz. «Ich denke, dass wir auf einem guten Weg in die Zukunft sind, auch wenn der Weg noch weit ist.»

Im zweiten Halbfinale in Pardubitz gaben die Dänen im gesamten Renen nur elf Zähler ab und lieferten damit einen souveränen Sieg ab. Den zweiten Rang sicherten sich die Tschechen mit 33 Punkten. Sie waren über beide Halbfinals das punkbeste zweitplatzierte Team. Somit fahren sie am kommenden Wochenende zum Finale der Speedway-Team-EM in Graudenz. Dort trifft das tschechische Team auf Gastgeber Polen, Schweden und Dänemark.

Ergebnisse Halbfinale Danzig (PL):

1. Schweden (42 Punkte): Jacob Thorssell 12, Antonio Lindbäck 7, Fredrik Lindgren 10, Kim Nilsson 12, Casper Henriksson 1.
Ausgeschieden: 2. Lettland (31 Punkte): Andzejs Lebedevs 11, Oleg MIchalow 0, Jewgenij Kostigovs 9, Daniil Kolodinski 8, Francis Gusts 3. 3. Deutschland (27 Punkte): Valentin Grobauer 4, Erik Riss 9, Kevin Wölbert 5, Sandro Wassermann 1, Norick Blödorn 8. 4. Ukraine (19 Punkte): Marko Lewiszyn 6, Andrij Karpov 3, Stanislaw Melnychuk 8, Nazar Parnicki 2, Witalij Lysak, N.

Ergebnisse Halbfinale Pardubitz/CZ:

1. Dänemark (49 Punkte): Mikkel Michelsen 11, Mads Hansen 14, Rasmus Jensen 12, Anders Thomsen 8, Bastian Pedersen 4. 2. Tschechien (33 Punkte): Jan Kvech 10, Vaclav Milik 12, Daniel Klima 1, Jan Macek 1, Adam Bednar 9.
Ausgeschieden: 3. Norwegen (23 Punkte): Mathias Pollestad 12, Truls Kamhaug 4, Glenn Moi 3, Lasse Fredriksen 4. 4. Slowenien (15 Punkte): Matic Ivacic 10, Anze Grmek 5, Lukas Omerzel 0.

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