Drohender Rechtsstreit: Krummi muss Angebote ablehnen

Von Ivo Schützbach
Supersport-WM
Krummi und MV Agusta gehen getrennte Wege

Krummi und MV Agusta gehen getrennte Wege

Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile: Randy Krummenacher hat sich von MV Agusta getrennt. Es dauerte nicht lange, dann bekam der Supersport-Weltmeister neue Jobs angeboten.

Randy Krummenacher macht MV Agusta Reparto Corse in seiner Pressemitteilung vom Freitagnachmittag schwere Vorwürfe, zwischen den Zeilen lässt er durchblicken, dass er die F3 für illegal hält.

Offiziell teilte er mit: «Wir haben die für die Überwachung technischer Unregelmäßigkeiten zuständige Stelle des Motorrad-Weltverbands FIM informiert.»

Scott Smart als Technical Director für die SBK-Weltmeisterschaften bestätigte gegenüber SPEEDWEEK.com den Eingang dieser Meldung. «Bis zum nächsten Rennen in Jerez können wir die Vorwürfe nicht überprüfen», hielt der Engländer fest. «Dort werden wir uns dann alles sehr genau anschauen. Wir haben die MV Agusta die letzten Jahre regelmäßig und oft überprüft und sie vor Jahren auch mal für ein Rennen disqualifiziert. Seither sind sie sehr vorsichtig und erkundigen sich immer genau, ob eine technische Lösung legal ist. Für gewöhnlich zerlegen wir ihre Motoren zwei oder dreimal pro Saison. Wir überprüfen wirklich viele Motoren.»

Wenn die Supersport-WM am ersten August-Wochenende in Jerez weitergeht, wird das voraussichtlich ohne Randy Krummenacher sein. «Ich will und muss erst alles mit MV klären, bevor ich über etwas anderes nachdenken kann», betonte er im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Ich habe einen Vertrag mit ihnen, wir müssen zuerst alle Probleme beseitigen und uns mit ihnen einig werden. Bevor das nicht alles durch ist, werde ich mir kein Motorrad suchen. Ich bin ein sehr korrekter Mensch, deshalb muss ich erst das lösen. Klar, ich will Motorrad fahren, ich bin in der Form meines Lebens. Meine besten Jahre habe ich jetzt, so will ich nicht aufhören. Aber ich denke nicht daran Motorrad zu fahren, bevor ich nicht alles sauber geregelt habe. Das habe ich allen mitgeteilt, die heute schon bei mir angefragt haben.»

Dem Schweizer ist bewusst, dass die komplette Weltmeisterschaft möglicherweise nur von August bis Anfang Oktober dauert, sollten die unbestätigten Events in Argentinien und Misano wegfallen. Innerhalb weniger Wochen lässt sich aber nur selten eine rechtliche Einigung erzielen.

«Das ist mir bewusst», unterstrich der Weltmeister. «Ich war noch nie in meiner Karriere in so einer Situation, aber ich musste meine Entscheidung so treffen. Sobald ich mehr sagen darf, tue ich das auch. Aber jetzt gerade muss ich aufpassen, dass ich nichts falsch mache. Deshalb kann ich nicht ins Detail gehen. Mein Anwalt kümmert sich um alles, ich halte mich da raus.»

Krummis Teamchef Andrea Quadranti war telefonisch bislang für keine Stellungnahme zu erreichen.

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