Tourist Trophy

Glenn Irwin: «Habe mir schon 300 Runden reingezogen»

Von Helmut Ohner - 03.01.2020 09:53

Als Werksfahrer für Honda Racing UK lastet ein großer Druck auf Glenn Irwin. Für sein Debüt bei den Rennen zur Tourist Trophy auf der Isle of Man überlässt der 29-jährige Nordire nichts dem Zufall.

Beim North West 200 verdiente sich Glenn Irwin seine ersten Lorbeeren in der Straßenrennsport-Szene. Viermal ging der 29-jährige Nordire trotz härtester Konkurrenz der Road-Racing-Spezialisten als Sieger der Superbike-Kategorie hervor. 2017 und 2018 gewann er auf einer Ducati Panigale, im vergangenen Jahr hatte er auf einer Kawasaki ZX-10R die Nase vorne.

Nicht zuletzt waren es diese Erfolge und der Sieg beim Macau GP 2017, die Honda Racing UK auf Irwin aufmerksam werden ließ, nachdem John McGuinness, Guy Martin, Ian Hutchinson und Lee Johnston auf der neuen Fireblade weit hinter den hochgesteckten Erwartungen blieben.

Irwin wird diese Saison aber nicht nur beim North West 200 auf der Werks-Honda sitzen, auch beim Ulster Grand Prix und erstmals auch bei den Rennen zur Tourist Trophy auf der Isle of Man soll er für den japanischen Motorrad-Hersteller Spitzenresultate liefern.

Um nichts dem Zufall zu überlassen, stattete Irwin dem Snaefell Mountain Course bereits mehrere Besuche ab. Von den früheren Rennfahrern und TT-Spezialisten Richard «Milky» Quayle und John Barton ließ er sich in die Geheimnisse des über 60 Kilometer langen und mit 264 Kurven gespickten Hochgeschwindigkeitskurses einweihen.

«Die Erläuterungen von Milky und John waren großartig. Milky ist ein unglaublicher Typ. Man hat das Gefühl, dass er buchstäblich jeden Zentimeter hier kennt und seine Begeisterung für den TT-Kurs ist ansteckend. Ich mag es mit solch leidenschaftlichen Menschen zu arbeiten. Jede einzelne Runde war das reinste Vergnügen.»

«Ich war schon ein paar Mal hier und habe bisher 18 Runden im Auto zurückgelegt. Ich habe vor, ab jetzt alle 14 Tage drei Tage lang auf die Isle of Man zu kommen, um mir die Strecke so genau wie nur möglich einzuprägen», verriet Irwin, dessen Vater Alan vor allem in seiner nordirischen Heimat als Road Racer extrem erfolgreich war.

«Zu meinem Streckenstudium zählen auch die On-Board-Videos. Zuerst habe ich mir eine Runde mit dem Kommentar von Milky angesehen. Keiner kann den Kurs so gut erklären, wie er. Auch von Peter Hickman und John McGuinness habe ich mir On-Board-Aufnahmen abgesehen. Insgesamt waren es virtuell sicher über 300 Runden, die ich mir reingezogen habe.»

«Jeder Strecke muss man den nötigen Respekt entgegenbringen, aber grundsätzlich gehe ich beim Erlernen des TT-Kurses nicht anders vor, wie bei jeder anderen Rennstrecke, aber natürlich dauert es um einiges länger. Viel Zeit investiere ich in die schwierigen Passagen wie Ginger Hall, Glen Trammen und die schnelle Anfahrt auf die Ballaugh Bridge.»

Der Nordire Glenn Irwin bereitet sich akribisch auf sein TT-Debüt vor © Ohner & Ohner Der Nordire Glenn Irwin bereitet sich akribisch auf sein TT-Debüt vor

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