Ogier: «Ich werde kämpfen, um zu gewinnen»

Von Toni Hoffmann
WRC
Toyota-Novize Sébastien Ogier möchte die Rallye Monte Carlo, die traditionell die Saison der Rallye-Weltmeisterschaft eröffnet, zum siebten Mal gewinnen und so den Grundstein für seinen siebten Titel legen.

Sechsmal hat der 47-fache Laufsieger Ogier mit drei verschiedenen Marken den Rallye-Klassiker, der auch in diesem Jahr wieder größtenteils um seine Heimatstadt Gap ausgetragen wird, gewonnen. Nun möchte er dort mit Toyota, seiner vierten Automarke, zum siebten Mal in Folge gewinnen und sich am Ende der Saison mit der siebten Fahrer-Krone aus der Weltmeisterschaft würdig verabschieden. Er soll auch seinem neuen Team Toyota, das zuletzt 1998 im Fürstentum an der Côte d’Azur mit Carlos Sainz gewonnen hatte, den ersten Sieg im Yaris WRC bescheren.

Nach dem Test im Toyota Yaris WRC äußerte sich der 36-jährige Tabellendritte zu Toyota und zur Rallye Monte Carlo.

Toyota hat eine lange WRC-Geschichte mit legendären Autos und Fahrern. Wie ist es also, Teil dieser Geschichte zu sein?

Sébastien Ogier (SO): «Es ist definitiv etwas Besonderes, für Toyota mit dem zu konkurrieren, was sie in der Vergangenheit erreicht haben, und natürlich mit Juha Kannkunen. Toyota ist so eine Kultmarke und wir hoffen auf jeden Fall, gemeinsam Geschichte zu schreiben. Darüber hinaus ist es für mich persönlich noch etwas Besonderes, denn als ich anfing, diese Rallye zu sehen, war Tommi Mäkinen mein Idol. Es ist also ein Traum, jetzt mit ihm zusammenarbeiten zu können.»

Was sind Ihre ersten Eindrücke von der Yaris WRC?

SO: «Das Auto fühlt sich wirklich gut an. Wir hatten gerade unseren letzten Test vor Saisonbeginn und ich habe ein gutes Gefühl für die erste Rallye. Natürlich wissen wir nicht, wo wir vor den ersten zwei Prüfungen bei der Rallye Monte Carlo im Vergleich mit den anderen Teams stehen, aber ich bin zuversichtlich.»

Es ist schon eine Weile her, dass Sie das Jahr ohne Titelverteidigung begonnen haben. Wie haben Sie sich mental auf 2020 vorbereitet?

SO: «Um ehrlich zu sein, habe ich mich genauso vorbereitet wie zuvor. Nichts hat sich wirklich geändert, aber wir werden offensichtlich hart kämpfen, um die Meisterschaft zurück zu gewinnen.»

Haben Sie und Ihr Beifahrer Julien Ingrassia Ihre Einstellung für diese Saison geändert?

SO: «Wie gesagt, für uns hat sich nichts geändert. Wir sind immer noch die gleichen wie zuvor und die Tatsache, dass wir letztes Jahr den Titel nicht gewonnen haben, hat uns noch unseren Hunger auf Erfolg verstärkt.»

Wie ist es, als Teamkollege wieder mit Elfyn Evans zusammen zu sein?

SO: « Ich kenne Elfyn aus meiner Zeit bei M-Sport und bin sehr froh, ihn im Team zu haben. Er ist ein wirklich guter Fahrer und kann dem Team viel Feedback zum Auto geben und damit auch die Entwicklung vorantreiben.»

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