Rallye-WM – gravierende Änderungen ab 2011

Von Toni Hoffmann
WRC
Der Peugeot 207 S2000 des IRC-Spitzenreiters Freddy Loix

Der Peugeot 207 S2000 des IRC-Spitzenreiters Freddy Loix

Die Entscheidungen des FIA-Weltrates am 17. März in Paris brachten nicht das, was nicht schon im Vorfeld bekannt war. Im Übergangsjahr 2010 sind die bisherigen World Rally Cars und die möglichen Nachfolgemodelle auf der Basis der Super 2000-Fahrzeuge sowie die aktuellen S2000-Autos gemeinsam punkteberechtigt. Ab 2011 allerdings werden die herkömmlichen WRC ausrangiert. 2011 und 2012 werden für die WM nur die S2000-Fahrzeuge zugelassen.

FIA-Präsident Max Mosley hat sich im Weltrat durchgesetzt und die Leistungsaufrüstung der neuen WRC-Generation auf S2000-Basis mittels Turbolader verhindert. Dennoch sollen sich diese von den aktuellen Super 2000-Autos abheben, mehr im optischen Bereich. Die WM-S2000-Fahrzeuge dürfen mit zusätzlichen abnehmbaren Aerodynamikteilen und mit wenigen Karosserie-Modifikationen ausgerüstet werden. Dadurch sollen sie sich gerade für die Zuschauer von den aktuellen S2000-Autos, wie sie in der Intercontinental Rally Challenge (IRC) zum Einsatz kommen, unterscheiden. Die Drehzahl der neuen WM-Fahrzeuggeneration darf 8.500 U/min nicht überschreiten.

Die nächste technische Änderung ist für 2013 angedacht. Demnach sollen, allerdings ist dies noch nicht spruchreif, die Autos weiter nach S2000-Reglement aufgebaut werden dürfen, allerdings soll der 2000er Saugmotor aus Kostengründen durch einen 1,6-Liter-Turbomotor ersetzt werden.

Diese Entscheidungen werden aber der IRC-Organisation wenig schmecken, besteht doch die Gefahr, dass einige der in dieser Serie engagierten und registrierten Automobilhersteller möglicherweise an einen IRC-Ausstieg und an einen Aufstieg in die WM denken, ganz nach Wunsch der FIA. Der von FIA sanktionierten Serie könnte durch das neue WM-Reglement eine Ausdünnung der in der IRC vertretenen Hersteller, nach dem Proton-Einstieg in diesem Jahr sieben Marken, drohen. Insider handeln als mögliche Aufstiegskandidaten Fiat-Abarth, Peugeot und auch IRC-Neuling Proton.

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