DTM Testfahrten: Mercedes macht Tempo und dominiert

Von Rob La Salle
DTM
Lucas Auer

Lucas Auer

Die Bestzeit am zweiten und letzten Tag der ersten offiziellen DTM-Testfahrten in Hockenheim ging erneut an einen Mercedes. Am Ende standen sogar sechs Mercedes-AMG GT3 vorne.

Zweite Bestzeit für Mercedes: Bei guten Witterungsbedingungen gab die DTM am zweiten Tag des offiziellen Tests in Hockenheim Vollgas. Dabei erzielte der Österreicher Lucas Auer im Mercedes-AMG GT3 von Neueinsteiger Mercedes-AMG Team Winward kurz vor Testende die Bestzeit.

Mit 1:36,153 Minuten auf dem badischen Grand-Prix-Kurs verwies der fünfmalige DTM-Sieger seinen monegassischen Markenkollegen Vincent Abril (Mercedes-AMG Team HRT, 1:36,173) nur um zwei Hundertstelsekunden auf Rang zwei.

Die drittbeste Zeit erzielte der spanische DTM-Rückkehrer Daniel Juncadella (Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team GruppeM) mit 1:36,251. Mercedes machte sowieso ordentlich Tempo: Sechs Boliden standen in der Zeitenliste am Ende vorne.

Als bester Audi-Pilot kam Mike Rockenfeller (GER, ABT Sportsline) mit 1:36,670 auf Rang sieben. Als Neunter betrug der Rückstand von Alex Albon (THA, AF Corse, 1:37,012) im Alpha Tauri-Ferrari weniger als eine Sekunde. Mit 1:37,190 markierte der zweimalige Champion Marco Wittmann (GER, Walkenhorst Motorsport) erneut die beste BMW-Zeit. Insgesamt gingen 18 Fahrer von zehn Teams an beiden Testtagen auf die Strecke.

«Eigentlich nehme ich ja Druck von ihm, doch ich denke, in dieser Saison gehört Lucas zum Kreis der Meisterschaftsfavoriten», hatte DTM-Chef Gerhard Berger noch am Mittag in einer digitalen Pressekonferenz gesagt. Prompt ließ sein Neffe Taten folgen. «Ich denke, gerade der heutige Nachmittag gibt schon ein recht repräsentatives Bild ab», urteilt der Österreicher mit Blick auf seine Tagesbestzeit. «Ich habe viel gelernt über den Mercedes-AMG GT3, der für mich in vielen Bereichen noch neu ist. Da kommt sicherlich noch einiges bis zum Saisonauftakt.»

Haupt schreibt DTM-Geschichte

Seine ersten Erfahrungen in der DTM sammelte an den beiden Testtagen Alex Albon (THA) im Alpha Tauri-Ferrari (AF Corse). «Nach der Formel 1 zählt die DTM zu den Top-Serien, das Level der Fahrer ist extrem hoch», stellte der Formel-1-Test- und Reserve-Fahrer von Red Bull Racing fest.

Auch am zweiten Tag hinterließ Sophia Flörsch im Audi R8 LMS von ABT Sportsline einen guten Eindruck. Sie nutzte die enge Zusammenarbeit mit ihren Teamkollegen Mike Rockenfeller (GER) und Kelvin van der Linde (RSA), um Erfahrungen zu sammeln und sich weiter zu steigern. «Kelvin ist ein GT3-Experte, Mike hat sehr viel DTM-Erfahrung – davon kann ich nur profitieren, um so schnell zu werden wie die beiden», so die 20-Jährige.

Vor 30 Jahren war er als junger Audi-Pilot in der DTM am Start, vor 20 Jahren mit Opel, und nun ist er als Teambesitzer zurückgekehrt: der Münchner Hubert Haupt. «Die DTM ist sehr lebendig! Das macht mich happy. Mit dem Einstieg meines Teams geht für mich ein Traum in Erfüllung», so Haupt, der mit einem Mercedes-AMG GT3 seines HRT-Teams bei mindestens einem DTM-Rennen selbst wieder ins Lenkrad greifen will.

Zur weiteren Saisonvorbereitung treffen die Teams vom 04. bis 06. Mai beim zweiten offiziellen DTM-Test auf dem Lausitzring erneut aufeinander. Die 35. Saison der DTM beginnt vom 18. bis 20. Juni im Königlichen Park von Monza in Italien.

Das Top-10-Ergebnis vom Donnerstag:

1. Lucas Auer (AUT) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team Winward, 1:36,153 Minuten
2. Vincent Abril (FRA) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team HRT, 1:36,173
3. Daniel Juncadella (ESP) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team GruppeM, 1:36,251
4. Philip Ellis (SUI) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team Winward, 1:36,351
5. Maximilian Götz (GER) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team HRT, 1:36,375
6. Arjun Maini (IND) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team GetSpeed, 1:36,555
7. Mike Rockenfeller (GER) Audi R8 LMS, ABT Sportsline, 1:36,670
8. Maximilian Buhk (GER) Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team Mücke, 1:36,780
9. Alex Albon (THA) Ferrari 488 GT3, Alpha Tauri AF Corse, 1:37,012
10. Liam Lawson (NZL) Ferrari 488 GT3, Red Bull AF Corse, 1:37,184

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